Digitalkanäle

EinsPlus und ZDFkultur sollen bald abgestellt werden

Das „Junge Angebot“ von ARD und ZDF will am 1. Oktober mit 30 neuen Formaten loslegen. Dafür müssen zwei Spartenkanäle weichen.

Das „Junge Angebot“ von ARD und ZDF will am 1. Oktober mit 30 neuen Formaten loslegen. Dafür müssen zwei Spartenkanäle weichen.

Foto: Soeren Stache / dpa

Im Oktober starten ARD und ZDF neue Formate für 14- bis 29-Jährige im Netz. Dann soll es mit zwei anderen Digitalkanälen vorbei sein.

Leipzig/Mainz.  Mit den Digitalkanälen EinsPlus und ZDFkultur soll Ende September Schluss sein – pünktlich zum Start des „Jungen Angebots“ von ARD und ZDF im Internet. Das Abschalten am 30. September vor Mitternacht gelte vorbehaltlich der Ratifizierung des entsprechenden Staatsvertrags durch die Länder, sagten Sprecher von ARD und ZDF der dpa. Beide gehen davon aus, dass es sich um eine Formsache handelt.

Nach ARD-Angaben steht ein Votum der Landtage von Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein aus. EinsPlus startete 1997 – zunächst als EinsMuXx – und bot Service, inzwischen ist es ein Jugendprogramm. ZDFkultur bringt seit einigen Monaten nur noch Wiederholungen von Musik, Dokus, Filmen und Serien.

Information, Wissen und Unterhaltung für 14- bis 29-Jährige

Das „Junge Angebot“ von ARD und ZDF will am 1. Oktober mit 30 neuen Formaten loslegen. „Es sind komplett neue Formate, es ist nicht so, dass wir bei ARD und ZDF alles, was jung ist, in eine Mediathek reinpappen“, sagte Programm-Geschäftsführer Florian Hager. Geplant sind Information, Wissen und Unterhaltung für 14- bis 29-Jährige auf Plattformen wie Youtube, Snapchat, Facebook und Instagram, auf einer eigenen Website und in einer eigenen App.

ZDF-Intendant Thomas Bellut sagt: „Mit dem „Jungen Angebot“ im Netz bringen wir unsere Inhalte dorthin, wo die jungen Menschen medial unterwegs sind.“ Der Name des „Jungen Angebots“ soll erst kurz vor dem Start präsentiert werden. (dpa)