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Anwalt will gegen Netflix-Serie über „El Chapo“ vorgehen

Netflix will seine Geschichte verfilmen: Joaquin „El Chapo“ Guzmán wird der Prozess wegen Mordes, Drogenhandels und Geldwäsche gemacht.

Netflix will seine Geschichte verfilmen: Joaquin „El Chapo“ Guzmán wird der Prozess wegen Mordes, Drogenhandels und Geldwäsche gemacht.

Foto: Jose Mendez / dpa

2017 soll die Serie „El Chapo“ auf Netflix zu sehen sein. Doch der Drogenboss ist dagegen – es sei ein Eingriff in seine Intimsphäre.

Mexiko-Stadt.  Der US-Streaming-Anbieter Netflix plant nach eigenen Angaben eine Serie über den berüchtigten mexikanischen Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán. Der inhaftierte Drogenhändler scheint dies allerdings kritisch zu sehen: Einer seiner Anwälte drohte bereits mit einer Klage. „Sie werden das Leben von Joaquín zeigen und das ist ein Eingriff in die Intimsphäre“, erklärte Andrés Granados am Donnerstag in einem Radiointerview. Sein Mandant sei nicht tot. Die Macher müssten zuerst eine Vollmacht bekommen, damit sie Guzmáns Namen benutzen können, argumentierte er.

Netflix veröffentlichte in dieser Woche einen Trailer über die Serie „El Chapo“, auf dem das Konterfei des mächtigen Chefs des Sinaloa-Kartells zu sehen ist. „"El Chapo" ist auf dem Weg“, heißt es in der Reklame.

Starttermin für „El Chapo“ ist 017

Guzmán wird in Wirklichkeit tatsächlich in den USA erwartet – dem Drogenboss soll dort der Prozess unter anderem wegen Mordes, Drogenhandels und Geldwäsche gemacht werden. Mexikos Außenministerium genehmigte in der vergangenen Woche Guzmáns Auslieferung. Das Verfahren kann allerdings wegen möglicher Einsprüche gegen die Entscheidung noch Monate dauern. In Mexiko ist „El Chapo“ bereits zweimal die Flucht aus Hochsicherheitsgefängnissen gelungen.

Wann „El Chapo“ also in die USA kommt, ist noch ungewiss. Der Start der Fernsehserie auf jeden Fall ist für 2017 angekündigt. Es ist eine Netflix-Produktion in Zusammenarbeit mit dem spanischsprachigen US-Fernsehsender Univisión. Netflix hat bereits eine Serie über den realen Drogenboss Pablo Escobar im Programm. (dpa)