"Aktenzeichen XY"

16-Jähriger gibt ersten Hinweis zu Attacke auf Chinesin

Tagelang suchten Taucher die Elbe nach der Mutter und der Tochter der vermissten Familie aus Drage ab - bislang erfolglos

Tagelang suchten Taucher die Elbe nach der Mutter und der Tochter der vermissten Familie aus Drage ab - bislang erfolglos

Foto: Philipp Schulze/dpa

Hamburger Mordkommission fahndet via ZDF nach brutalem Schläger. Auch vermisste Familie aus Drage ist Thema bei "Aktenzeichen XY".

Hamburg/Drage. Gleich zwei Kriminalfälle aus Hamburg und Umgebung sind an diesem Mittwochabend Thema bei der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" (20.15 Uhr). Zum einen erhoffen sich die Ermittler im Fall der vermissten Familie aus Drage (Landkreis Harburg) Hinweise, die auf die Spur der seit Ende Juli verschwundenen 43 Jahre alten Mutter und deren zwölfjähriger Tochter führen. Zum anderen sucht die Hamburger Mordkommission nach einem brutalen Schläger, der Ende 2013 eine chinesische Touristin unweit des Hauptbahnhofs attackierte und schwer verletzte.

Im Fall der Familie aus Drage befürchten die Ermittler ein Familiendrama. Die Vermissten waren zu Beginn der Sommerferien in Niedersachsen vor mehr als zwei Wochen verschwunden. Die Leiche des 41-jährigen Vaters wurde dann am 31. Juli aus der Elbe in Lauenburg geborgen. Allem Anschein nach beging der Mann Selbstmord.

Vermisstenfall aus Drage: Polizei zeigt Bilder von Fahrrad mit Spanngurten

Einen neuen Zeugenaufruf verknüpfen die Ermittler mit der Ausstrahlung der Sendung: Am silberfarbenen Fahrrad, mit dem der 41-Jährige Vater seinen letzten Weg zur Elbbrücke der B 209 bei Lauenburg antrat, befanden sich mehrere gelbe Spanngurte. Vermutlich hatte er sie auf diese Weise auch zur Brücke mitgebracht.

Die Polizei fragt: Wem ist am 23. oder 24. Juli ein Mann mit einem silberfarbenen Fahrrad aufgefallen, der mehrere gelbe Spanngurte auf seinem Gepäckträger transportierte?

Weiterhin gibt es immer noch keine neuen Hinweise dazu, von wo der Mann am Morgen des 23. Juli mit dem grauen Dacia Sandero kam, als er gegen 7.30 Uhr auf der Elbuferstraße in Höhe Stove, in Richtung Drage fahrend, gesehen worden war. Hinweise nimmt die Soko Schulze weiterhin unter der Telefonnummer 04181/28 52 85 entgegen.

Brutaler Schläger nach Attacke auf chinesische Touristin gesucht

Mehr als 20 Monate nach einem brutalen Angriff auf eine Frau am Hamburger Hauptbahnhof wendet sich die Polizei nun an Fernsehzuschauer. Die 40-jährige Touristin aus China war im November 2013 alleine unterwegs, als sie ein Mann von hinten zu Boden stieß. Der Täter schlug und trat auf die Frau rabiat ein. Per Handy gelang es ihr dann, Hilfe zu rufen. Mit schweren Kopfverletzungen kam sie ins Krankenhaus.

Der Täter, nach dem die Polizei wegen versuchter Tötung fahndet, ist seitdem flüchtig. Er soll zum Tatzeitpunkt 25 bis 35 Jahre alt gewesen sein. Seine Größe wurde auf 1,75 bis 1,80 Meter geschätzt, seine Figur wurde als schlank beschrieben. Sein Gesicht sei laut Polizeiangaben schmal, zudem habe er einen dunklen Teint gehabt. Zum Tatzeitpunkt hatte er demnach lange dunkle Haare, die bis über die Schulter reichten und zu einem Zopf gebunden waren. Bekleidet soll er mit einer grauen Jacke und einer dunklen Hose gewesen sein.

Einen ersten interessanten Hinweis konnten die Hamburger Ermittler noch während der Sendung am Mittwochabend entgegennehmen. Demnach habe sich ein 16 Jahre alter Zeuge gemeldet, der Angaben zur Tat am frühen Morgen gegen 7 Uhr machen konnte.

Für weitere Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Hinweise nimmt die Verbindungsstelle im Landeskriminalamt unter der Rufnummer 040/ 42 86 56 789 entgegen.