Fernsehen

Tatort, Jauch und Olympia locken die meisten Zuschauer an

Bei den TV-Quoten lag die Folge „Zirkuskind“ trotz Kritik vorne. Der Fall Edathy sorgte für eine hohe Einschaltquote bei Günther Jauch. In Hamburg verfolgte jeder Vierte den Tatort.

Hamburg/Berlin. Trotz aller Kritik im Vorfeld ist der Ludwigshafener Tatort „Zirkuskind“ am Sonntag bei den Zuschauern auf großes Interesse gestoßen. Die Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und ihr Kollege Kopper (Andreas Hoppe) waren mit einem Mord im Artistenmilieu konfrontiert. 9,38 Millionen Zuschauer (25,2 Prozent Marktanteil) schalteten in der ARD nach der Tagesschau ein. Das war bundesweit der Topwert des Sonntagabends – und auch für einen Tatort eine gute TV-Quote.

In Hamburg war der Wert mit einem Marktanteil von 26,8 Prozent noch besser. Bundesweit schauten nach dem Tatort noch 5,32 Millionen Zuschauer die Talksendung von Günther Jauch (18,1 Prozent Marktanteil). Das ist auch für Jauch ein guter Wert. In der Sendung ging es um den Fall des SPD-Politikers Sebastian Edathy, dem offenbar der offenbar verdächtigt wird, im Besitz von kinderpornografischem Material gewesen zu sein.

Der Fall hat zum Rücktritt von Agrarminister Hans-Peter Friedrich und zu einer veritablen Koalitionskrise geführt. CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach sagte bei Jauch, er erwarte, dass auch in der SPD Konsequenzen aus dem mutmaßlichen Geheimnisverrat gezogen würden.

Die Olympiaübertragungen in der ARD kamen mit 5,72 und 5,42Millionen Zuschauern hinter dem Tatort und der Tagesschau, aber noch vor Jauch im Quotenrennen auf Platz drei und vier.

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