TV-Quoten vom Donnerstag

ZDF-Nachrichten ziehen mehr als die Neuigkeiten der ARD

Foto: ZDF / picture alliance / dpa

Dieses Ergebnis hat durchaus Seltenheitswert: Das „Heute Journal“ hat die „Tagesschau“ am Donnerstag in die Schranken gewiesen. Auch zur Prime Time schlägt das ZDF der ARD ein Schnippchen.

Hamburg/Baden-Baden. Der Donnerstag hat den Nachrichtenmachern des ZDF einen der seltenen Triumphe über die Kollegen der ARD beschert. Mit dem „Heute Journal“ landete der Mainzer Sender am Donnerstag nicht nur vor der „Tagesschau“, sondern auch den Quotencoup überhaupt.

Keine Sendung sahen mehr Zuschauer als das „Heute Journal“ (4,12 Millionen/15,7 Prozent Marktanteil). Die 20-Uhr-Nachrichten im „Ersten“, in der Regel marktführend in dieser Rubrik, sahen dagegen nur 3,62 Millionen Zuschauer (15,1 Prozent).

Ob die Umkehr des Kräfteverhältnisses bereits eine Konsequenz aus jüngsten Negativschlagzeilen über die Hamburger Nachrichtenredaktion der ARD darstellt, sei dahingestellt.

Zumindest hatte das „Heute Journal“ auch in der Hansestadt am Donnerstag mehr Zuschauer und einen höheren Marktanteil (19,0 Prozent) als die „Tagesschau“ (17,0 Prozent).

Zwischen die Nachrichtensendungen schob sich mit der Pilawa-Quizshow „Rette die Million!“ ein weiteres ZDF-Format (3,65 Millionen/13,4 Prozent). Das 37. Zirkusfestival von Monte Carlo wollten zeitgleich in der ARD durchschnittlich 3,58 Millionen Zuschauer sehen (13,1 Prozent).

Auch RTL mit Nachrichten vorne

Unter den Privaten ist ebenfalls ein Nachrichtenformat führend. 3,04 Millionen (18,3 Prozent) schalteten sich um 18.45 Uhr „RTL aktuell“ zu. Auch mit seiner Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ konnte RTL punkten: Die 5279. Folge des Dauerbrenners verfolgten 2,93 Millionen Zuschauer (13,1 Prozent).

In der Jahresgesamtwertung steht das ZDF mit 13 Prozent weiter auf Platz eins. Es folgt die ARD mit 12,2 Prozent. RTL erreicht 11,7 Prozent. Sat.1 folgt dahinter mit 8,2 Prozent vor Vox mit 5,7 Prozent. ProSieben bringt es auf 5,5 Prozent. RTL II kommt auf 4,1 Prozent, Kabel eins auf 4 Prozent und Super RTL auf 2 Prozent.

( (HA) )