Museen

"Überfällig": Geldsegen für die Hamburger Deichtorhallen

Für Deichtorhallen-Intendant Dirk Luckow ist die Zuwendung der Stadt "längst überfällig".

Für Deichtorhallen-Intendant Dirk Luckow ist die Zuwendung der Stadt "längst überfällig".

Foto: picture alliance / Oliver Beckhoff

Die Stadt investiert fast eine Million Euro in das Haus. Im Jubiläumsjahr 2019 sind aufsehenerregende Ausstellungen geplant.

Hamburg.  Seit ihrer Gründung vor 30 Jahren dürfen sich die Deichtorhallen zum ersten Mal auf einen Geldsegen der Stadt freuen: Voraussichtlich 900.000 Euro will die Kulturbehörde im kommenden Jahr in das Haus investieren, das auf zeitgenössische Kunst und internationale Fotografie spezialisiert ist.

Als „längst überfällig“ bezeichnete Intendant Dirk Luckow diese Entscheidung auf der Jahrespressekonferenz am Donnerstag. Und der kaufmännische Direktor Bert Kaufmann ergänzte: „Es war ein Kraftakt. Wir haben Jahr für Jahr unsere Ausstellungsfrequenz erhöht und die Zahl der Schließtage reduziert. Jetzt zahlen sich diese Bemühungen endlich aus.“

Aufsehenerregende Ausstellungen geplant

Die neuen finanziellen Mittel sollen das strukturelle Defizit der Deichtorhallen ausgleichen. Das Jubiläumsjahr wird mit aufsehenerregenden Ausstellungen gefeiert. Die spektakulärste dürfte die für September 2019 geplante Schau „Baselitz, Kiefer, Polke, Richter. Die frühen Jahre der alten Meister“ sein, zu der die drei noch lebenden Künstler Georg Baselitz, Anselm Kiefer und Gerhard Richter persönlich eingeladen sind.

Im gleichen Jahr feiert auch die Sammlung Falckenberg in Harburg ihr 25-jähriges Bestehen mit einer großen Skulpturen- und Installationsausstellung.