Hamburg. Das Debüt des Hamburger Autors erschien genau dann, als fast alles dicht machte: Lesen muss man es nun erst recht.

Pech ist es, einen Jieper auf Himbeermarmelade zu haben, und dann ist das Glas leer. Zur Bushaltestelle rennen, der Bus fährt einem vor der Nase weg: ebenfalls Pech. Pech ist es auch, wenn man in Hundekot tritt. Oder ist das alles eher Unvermögen? Und wie nennt man das, wenn so ziemlich gleichzeitig das kulturelle, gesellschaftliche, soziale Leben eingefroren wird und das erste eigene Buch erscheint, das persönliche Literaturdebüt? Dafür ist Pech dann vielleicht ein zu kleiner Ausdruck; und jedenfalls hat es mal gar nichts mit Unvermögen zu tun, wenn die Coronakrise dem Hamburger Medienkünstler, Musiker und Autor Sebastian Stuertz, Jahrgang 1974, komplett das Erscheinen des Romans „Das eiserne Herz des Charlie Berg“ zerschießt.