Kinderliteratur

Der erste Kirsten-Boie-Preis honoriert eine Opa-Geschichte

Die Berliner Autorin Julia Blesken darf sich über 5000 Euro und die Veröffentlichung ihres Manuskripts im Oetinger Verlag freuen.

Die Berliner Autorin Julia Blesken darf sich über 5000 Euro und die Veröffentlichung ihres Manuskripts im Oetinger Verlag freuen.

Foto: Mathias Blesken

Berliner Autorin gewinnt die Erstausgabe der nach der Hamburger Ehrenbürgerin benannten Auszeichnung. Förderpreis geht nach Bonn.

Hamburg. Die Berliner Autorin Julia Blesken erhält den 1. Kirsten-Boie-Preis für Kinderliteratur für ihr Manuskript "Auf dem Weg nach Kolomoro".

"Die Autorin Julia Blesken entwirft ihre Figuren liebevoll und entlässt sie dann ins Leben, um zu beobachten, wie sie damit klarkommen - ein literarisches Verfahren, das sich aufs schönste bewährt", teilte die Jury am Dienstag mit.

In dem Kinderbuch hat das Mädchen Jennifer ihrem Großvater versprochen, seine Asche dort zu verstreuen, wo er sich im Leben am wohlsten gefühlt hatte, in seiner Gartenkolonie.

Förderpreis der Stiftung für Bonner Autorin

Julia Blesken, geboren 1976 in Berlin, studierte Geschichtswissenschaft. 2009 erschien ihr Debütroman "Ich bin ein Rudel Wölfe" im Verlag Jung und Jung. Der Kirsten-Boie-Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird von der Hamburger Literaturstiftung in Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg und den Kinder- und Jugendbuchverlagen Carlsen und Oetinger vergeben.

Zusätzlich zur Preissumme erhält Blesken einen Vertrag mit dem Friedrich Oetinger Verlag. Das Buch wird 2021 im Oetinger-Programm erscheinen.

Den mit 1000 Euro dotierten Förderpreis der Stiftung erhält die Bonner Autorin Rebecca Elbs für ihren Text "Leo & Lucy". Er ist mit einem Lektoratsstipendium verbunden. Die Preise werden am 16. Juni im Hamburger Literaturhaus in Anwesenheit der Hamburger Ehrenbürgerin Boie verliehen.