30 Jahre "Große Freiheit"

Ein umjubeltes Konzert zum Geburtstag

Marcus Wiebusch in der Großen Freiheit

Marcus Wiebusch in der Großen Freiheit

Foto: Simon Philipps

Marcus Wiebusch gab dem Jubiläum des Musikclubs am Kiez auf St. Pauli einen würdigen Rahmen. Mehr als 1400 Gäste waren gekommen.

Hamburg. Eine solche Erfolgsgeschichte hätten sich vermutlich selbst die größten Optimisten nicht erträumt. Als 1985 die "Große Freiheit 36" ihre Türen öffnete, war in Hamburg immerhin vom "Clubsterben" die Rede. Doch in den vergangenen 30 Jahren wurde der Konzertsaal nicht nur zu einer festen Größen der Hamburger Musiklandschaft, sondern bot auch einer Vielzahl an Künstlern die Möglichkeit zum Sprung an die Spitze. Ob Coldplay, die Black Eyed Peas oder R.E.M: Die Liste an Musikern, die hier auf der Bühne standen, bevor sie Superstars wurden ließe sich lang fortführen.

Dem Anlass entsprechend groß war auch die Resonanz, als die "Große Freiheit 36" am Freitagabend zur Geburtstagsfeier lud. Mehr als 1400 Gäste waren gekommen um mit Marcus Wiebusch, dem Sänger von Kettcar, das Jubiläum zu zelebrieren. Für ihn war das Konzert nicht nur eine Geburtstagsfete, sondern auch der Abschluss seiner Zeit als Solist. Mit großer Spielfreude gab der Mitgründer des legendären Labels "Grand Hotel van Cleef" seine Indierock-Songs zum Besten. Begleitet von Keyboard, Schlagzeug, Bass, Gitarre und Bläsern spielte er Lieder wie "Das Böse besiegen", "Jede Zeit hat ihre Pest" und die Anti-Homophobie-Hymne "Der Tag wird kommen" mit erstklassigem Sound. Klar, dass auch Kettcar-Klassiker nicht fehlen durften, beim "Pottpüree der guten Laune", wie Wiebusch seine Setlist süffisant nannte.

Das Publikum, von dem die meisten vor 30 Jahren vermutlich noch im Kindergarten waren, sang, tanzte und feierte begeistert mit. Erst spät in der Nacht endete die mehr als dreistündige Geburtstagsparty. Vor Marcus Wiebusch hatten der Singer- Songwriter Spaceman Spliff und die Indie-Gruppe Höchste Eisenbahn gespielt. Künstler, die mit ihren Auftritten bewiesen, dass auch sie das Zeug haben groß raus zu kommen. Wie so viele Newcomer vor ihnen, die in den vergangenen drei Jahrzehnten auf der Bühne der "Großen Freiheit 36" standen.