Laeiszhalle

Ein Festkonzert für Blues und Boogie Woogie

Foto: Hamburger Theater-und Konzertkontor

Boogie-Champion Axel Zwingenberger und Lila Ammons brachten die Fans in der Laeiszhalle kräftig in Boogie-Stimmung. Da passte alles.

Hamburg. Ein Festkonzert für Blues und Boogie Woogie: Boogie-Champion Axel Zwingenberger und Lila Ammons, Enkelin vom Urvaters des Boogie-Pianos Albert Ammons aus den USA, brachten die Fans in der Laeiszhalle kräftig in Stimmung. Zwingenberger, der sein Konzert zwischen den Jahren inzwischen als Tradition etablieren konnte, begann bluesig, heizte dann aber kräftig ein und demonstrierte eindrucksvoll, warum er weltweit der Beste seines Fachs ist: Mit dem sensationell kompexen „Boogie Train mystique“ lotete er nicht nur die Grenzen von Technik und Fingersatz aus, sondern balancierte virtuos auf der Grenze zwischen Tonalität und Atonalem – mehr Boogie geht nicht.

Lila Ammons, ausgebildete kalssische Sängerin, versucht gar nicht erst, ihrer Stimme verruchtes Kneipenflair zu geben; sie spielt ihre Trumpfkarten aus: Ihre Blues-Balladen sind bis zur letzten Silbe verständlich, und ihre Stimme ist klar, anfangs noch ein bisschen flach in der Höhe, doch das sang sich zurecht – am Ende konnte sie in voller Bandbreite alle Farbnuancen spielen lassen, besonders in ihrer warmen Tiefe. Ihre Songs: Blues und Boogie über das älteste Thema der Welt: Warum Männer und Frauen einfach nicht zusammenpassen – von diesem Abend mal abgesehen. Da passte alles, da haben sich zwei musikalisch gesucht und gefunden. (hjf)