Hamburg

S-Bahnhof Poppenbüttel versinkt im Taubendreck

Tauben abzuschrecken, ist schwierig. Die Stacheln stören sie nicht (Symbolbild).

Tauben abzuschrecken, ist schwierig. Die Stacheln stören sie nicht (Symbolbild).

Foto: Andreas Burgmayer

Immer wieder versucht die Bahn, der Vogelschwärme und ihrer Ausscheidungen Herr zu werden. Jetzt startet eine neue Offensive.

Hamburg. Die Tauben sitzen am Bahnhof. Sie sitzen im Bahnhof. Sie durchfliegen den Bahnhof, segeln über den Bahnsteig. Und überall finden sich ihre Hinterlassenschaften: Taubenkot. Besonders im Bereich der Rolltreppen muss der Fahrgast am S-Bahnhof Poppenbüttel darauf achten, was er anfasst und wohin er tritt.

„Der Zustand des S-Bahnhofs Poppenbüttel ist inakzeptabel und muss dringend verbessert werden", sagen die CDU-Männer Thomas Mühlenkamp und Christoph Ploß. Mehrfach schon haben der Wandsbeker Bezirksabgeordnete und der Bundestagsabgeordnete Ploß bei der Bahn interveniert, um Verbesserungen zu erreichen. Jetzt soll es ein natürlicher Feind der "Ratten der Lüfte" richten: der Falke.

Bahn erwägt die Ansiedlung von Raubvögeln

Auf Anfrage teilte die Bahn mit, dass das Unternehmen derzeit gemeinsam mit einer Falknerei ein "Grobkonzept" erarbeite, um die Taubenschwärme mithilfe der Raubvögel zu vertreiben. Alle bisherigen Versuche, die trägen Vögelschwärme friedlich vom Bahnhof weg zu locken, seien gescheitert.

Tauben können sich häufig extrem vermehren. Ein Grund dafür ist die Abwesenheit natürlicher Feinde. Dem kann mit der Ansiedlung etwa des Wanderfalken begegnet werden, sie können für den natürlicherweise vorherrschenden Feinddruck sorgen.

Schilder, Hochdruckreiniger und bauliche Maßnahmen

Bereits jetzt seien deutlich sichtbare Schilder angebracht worden, die das Füttern der Vögel verbieten. Außerdem seien die Reinigungszyklen erhöht worden, hieß es vonseiten der Bahn. Des weiteren würden regelmäßig Hochdruckreiniger eingesetzt werden. In der kommenden Woche soll zudem die Taubenvergrämung besonders im Bereich der Rolltreppen erneuert und ergänzt werden. Die Bahn erhofft sich davon erhebliche Verbesserungen.

"Die in Aussicht gestellten Maßnahmen gehen in die richtige Richtung", sagen Mühlenkamp und Ploß. Und hoffen erst einmal mit.