Wandsbek

Zerkratzte Autos in Serie: Parkplatznot sorgt für Ärger

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Siegmund Menzel
Im Braunsberger Weg werden nach Angaben von Anwohnern des Ostpreußenplatzes immer wieder Autos zerkratzt

Im Braunsberger Weg werden nach Angaben von Anwohnern des Ostpreußenplatzes immer wieder Autos zerkratzt

Foto: Wochenblatt

Am Ostpreußenplatz sind Parkplätze rar. Anwohner weichen in die Umgebung aus – doch dort sind sie nicht gern gesehen.

Hamburg. Anwohner und Gewerbetreibende haben am Ostpreußenplatz in Wandsbek kaum eine Chance, vor der Haustür einen Parkplatz zu ergattern. So weichen sie in die Wohnstraßen in der Umgebung aus, zum Beispiel in den Braunsberger Weg oder Lycker Weg. Häufig mit Folgen.

Es werde gemeckert und auch Aufkleber mit der Aufschrift „Hier darf nicht geparkt werden“ sorgen für Ärger, wie eine Leserin der Redaktion mitteilte. Eine andere Frau berichtet über zwei beschädigte Autos, dabei gehe es jeweils um lange Kratzer im Lack.

In den Straßen werden immer wieder Autos zerkratzt

Die betroffene Familie hat beim Polizeikommissariat (PK) 37 Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Eigenen Angaben zufolge beträgt der Sachschaden insgesamt rund 8000 Euro. Die Täter hätten doch alle selbst Autos, könnten eigentlich nachvollziehen, wie man sich fühlt, so die Geschädigte.

Doch in beiden Straßen werden immer wieder Fahrzeuge zerkratzt. Weitere Geschädigte sind der Redaktion namentlich bekannt. Eine Angestellte aus dem Gartenstadt-Friseursalon am Ostpreußenplatz hatte ebenfalls schon Kratzer am Auto. „Man sollte vernünftig miteinander reden, warum werden Autos zerkratzt?“, fragt sie.

Wer darf dort parken und wer nicht?

Am Anfang des Braunsberger Wegs steht ein Verbotsschild für Fahrzeuge aller Art, für Anlieger jedoch ist die Straße frei. Anwohner und Gewerbetreibende vom Ostpreußenplatz 16 zum Beispiel meinen allerdings, dass sie auch Anlieger sind – denn sie müssen einige Meter durch den Braunsberger Weg fahren, um ihre Garage beziehungsweise den Hof ihres Hauses zu erreichen.

Aber parken dürfen sie im sogenannten Sperrbezirk nicht, sagt Juliane Bublitz vom PK 37. Vom Verbot ausgenommen seien Personen, die dort wohnen, aber auch Personen, die ein Anliegen im Sperrbezirk haben. Jemand, der außerhalb des Bereiches wohnt, könne die Parkplatzsuche nicht rechtswirksam geltend machen, wenn er keinerlei Bezug zu den eigentlichen Anliegern hat.

Insofern seien die „meckernden“ Anwohner durchaus im Recht, betont Bublitz. Nicht gestattet sei natürlich Selbstjustiz durch mutwillige Sachbeschädigungen der Fahrzeuge. Dies stelle eine Straftat dar, die bei der Polizei angezeigt werden kann – wenngleich die Erfolgsaussichten zur Ermittlung eines Täters nicht als besonders hoch einzuschätzen sind. Das Aufbringen von Aufklebern hingegen sei ärgerlich, aber keine Sachbeschädigung.

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