Hamburg-Wandsbek

Sozialbehörde bewilligt 72.000 Euro für Häuser der Jugend

Ohne das Geld hätten die Honorare in den Häusern um 40 Prozent gekürzt werden müssen. Das hätte das Aus für viele Angebote bedeutet.

Wandsbek. Eine angenehme Überraschung für die sechs von der Schließung bedrohten Häuser der Jugend im Bezirk Wandsbek: Sie bekommen 72.000 Euro von der Sozialbehörde.

Das Geld kommt aus dem Umsteuerungsfonds der Bürgerschaft, der für die Abwendung von Härten bei den vom Senat verordneten Kürzungen in der offenen Kinder und Jugendarbeit eingerichtet wurde.

Damit müssen in Wandsbek nun statt der ursprünglich geplanten 90.000 Euro nur noch 18.000 Euro eingespart werden.

„Wir sind froh, dass wir die Härten abfedern konnten und keine Einrichtung im Bezirk schließen muss“ sagten die beiden SPD-Fraktionschefs in Bürgerschaft und Bezirk, Andreas Dressel und Anja Quast. Beide hatten für den flankierenden Härtefonds gestritten.

Im Konsens über die Parteigrenzen hinweg hatten die Wandsbeker im Jahr 2012 eine Summe von 600.000 Euro zurückgehalten, um im Etat 2013/14 umschichten zu können und keine Einrichtung schließen zu müssen. Aber am Ende fehlten 90.000 Euro, die vom Umsteuerungsfonds erbeten wurden.

Ohne das Geld der Bürgerschaft hätten die Wandsbeker Häuser der Jugend ihre Honorarmittel für 2013 um 40 Prozent kürzen müssen. Da sich in den städtischen Einrichtungen die Kosten für feste Mitarbeiter, Mieten und Sachmittel nicht reduzieren ließen, blieben nur die freien Honorarkräfte übrig. Sie müssen die jetzt noch verbleibenden 18.000 Euro Einsparlast allein tragen.