Hamburg

Gasalarm – 400 Menschen müssen Freibad verlassen

Badegäste im Freibad (Symbol)

Badegäste im Freibad (Symbol)

Foto: Andreas Laible / FUNKE Foto Services

Chlorgas strömte aus Flaschen im Technikraum. Das Bad in Finkenwerder wurde evakuiert. Ein Mann wurde in die Klinik gebracht.

Hamburg.  Bei hochsommerlichen Temperaturen erfrischten sich am Dienstag 400 Menschen im Freibad Finkenwerder. Dann die Durchsage: Das Bad muss evakuiert werden, alle Gäste sollen das Gelände verlassen.

Feuerwehrleute sperrten das Freibad gegen 14.15 Uhr aus Sicherheitsgründen, weil in einem Technikraum des Schwimmbades Chlorgas ausgetreten war. Grund dafür waren vier undichte Chlorgasflaschen. Die Wassernebelberegnungsanlage zur Bindung von Gasen war ausgelöst worden, ein Mitarbeiter hatte den Defekt dadurch bemerkt und die Feuerwehr alarmiert.

Ein Mann atmete geringe Mengen des Gases ein, das zur Reinigung des Badewassers eingesetzt wird, teilte die Feuerwehr mit. Er wurde von Notfallsanitätern versorgt und mit Atemwegsreizungen in eine Klinik gebracht.

30 Einsatzkräfte vor Ort

Wenig später war das Leck am Flaschenventil wieder abgedichtet. Spezialisten wiesen dann nur noch geringste Restmengen des ausgetretenen giftigen Gases mit Messgeräten nach, der automatische Einsatz der Wassernebel-Beregnungsanlage und eine sofortige Belüftung hatten die Luft bereits gereinigt.

Anschließend wurde die Einsatzstelle einem Verantwortlichen von Bäderland Hamburg sowie der Polizei Hamburg zur Ursachenermittlung übergeben. Insgesamt waren 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg vor Ort.