Vor UKE-Flucht

HafenCity: Sexualstraftäter soll Kind attackiert haben

Nach seiner Flucht aus der Psychiatrie wurde Erdem K. in Berlin verhaftet. Die Polizei hatte eindringlich vor dem 27-Jährigen gewarnt.

Hamburg.  Er gilt als gefährlich und stand kurz davor, ein schreckliches Verbrechen zu begehen: Die Polizei hat gestern den entflohenen Hamburger Sexualstraftäter Erdem K. in Berlin festgenommen. Gleichzeitig wurde bekannt, dass der 27-Jährige ein fünfjähriges Mädchen auf einem Spielplatz in der HafenCity attackiert haben soll, um es sexuell zu missbrauchen.

Wie ein Polizeisprecher berichtete, lockte der Mann das Mädchen am vorvergangenen Sonntag auf einem Spielplatz im Grasbrookpark an. Das Kind konnte jedoch zu seinen Eltern flüchten, bevor es zu einem schweren Übergriff kam. Die Familie alarmierte sofort die Polizei. „Der Verdächtige zeigte starke Verhaltensauffälligkeiten. Er wurde deshalb nach einer Begutachtung in eine entsprechende Einrichtung eingewiesen“, sagte der Polizeisprecher.

Verdächtiger trat eine gesicherte Tür auf und floh

Am Montag konnte Erdem K. jedoch aus der geschlossenen Psychiatrie am UKE fliehen. Dabei trat er eine elektronisch gesicherte Tür auf. Die Polizei suchte sofort mit einem größeren Aufgebot nach dem Mann, auch der Polizeihubschrauber „Libelle“ stieg auf. Außerdem wurde ein Bild von K. veröffentlicht.

Nach Abendblatt-Informationen sah die Polizei besondere Eile geboten, da Erdem K. nach seiner Festnahme detailliert über seine Pläne für den schweren Missbrauch eines Kindes gesprochen hatte. Bereits am 10. August war er außerdem von Polizisten vorübergehend festgenommen worden, weil er sich an der Hauptkirche St. Petri vor Passanten entblößt hatte.

Erdem K. soll zurück nach Hamburg

Auch die Berliner Polizei wurde informiert, da Verwandte von Erdem K. dort leben. Die Beamten nahmen ihn am Dienstag dann in der Wohnung eines Angehörigen fest. „Der Unterbringungsbefehl ist weiterhin gültig“, sagte der Sprecher der Hamburger Polizei.

Erdem K. soll offenbar in Kürze in die Hansestadt überstellt und erneut in eine psychiatrische Einrichtung gebracht werden.