Hamburg

Radelnde Rowdys – Polizei schnappt 6400 Verkehrssünder

Eine Kontrolle von Radfahrern in Hamburg (Archivfoto).

Eine Kontrolle von Radfahrern in Hamburg (Archivfoto).

Foto: picture alliance

Über rote Ampeln, Bürgersteige und entgegen der Fahrtrichtung: Viele Radfahrer halten sich nicht an die Verkehrsregeln.

Hamburg. Die Hamburger Polizei hat im vergangenen Jahr 6392 Ordnungswidrigkeiten von Radfahrern erfasst. Das waren nach Angaben des Senats etwas mehr als 2016 (6283) und deutlich mehr als 2015 (5847). Im Jahr 2017 wurden nur 3720 Ordnungswidrigkeiten geahndet, weil die Polizei im Jahr des G20-Gipfels keine Kapazität für Großkontrollen der Radfahrer hatte, wie der Senat auf Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Karl-Heinz Warnholz mitteilte.

Punkte in Flensburg

Neben den Bußgeldern hatten die Regelverstöße für viele Radfahrer weitere unangenehme Folgen: Mindestens 2446 handelten sich im vergangenen Jahr einen Eintrag in die Flensburger Verkehrssünderdatei ein. Weitere Punkte können durch Gerichtsurteile hinzugekommen sein.

Eine deutliche Wende zu mehr Regeltreue ist bei den radelnden Verkehrsteilnehmern nicht in Sicht: Im ersten Halbjahr 2019 registrierte die Polizei bereits 2938 Ordnungswidrigkeiten. „Die Zahlen sind über die Jahre relativ konstant“, erklärte der Senat. Bei der aktuellen Zunahme der Verstöße sollte zudem beachtet werden, dass auch die Zahl der Radfahrer insgesamt in der Hansestadt zugenommen hat.