Hamburg

Mann mit Schusswaffe löst Probleme bei S-Bahn aus

Ein Schild weist auf die S-Bahn-Station Stadthausbrücke hin (Symbolbild).

Ein Schild weist auf die S-Bahn-Station Stadthausbrücke hin (Symbolbild).

Foto: picture alliance

Ein Polizeieinsatz und ein medizinischer Notfall sorgten am Mittwoch für massive Verspätungen auf allen S-Bahn-Linien.

Hamburg. Ein Mann mit einer Waffe und ein medizinischer Notfall haben am Mittwochnachmittag für ein S-Bahn-Chaos im Hamburger Berufsverkehr sorgt. Obwohl die Einsätze seit 17.30 Uhr weitgehend beendet waren, sind die S-Bahnen auf allen Linien bis zum Abend verspätet gefahren – die Hilfslinien S11 und S31 mussten ganz ausfallen.

Alles begann mit einer mehr als beunruhigenden Szene in der S1 nahe der Stadthausbrücke. Fahrgäste haben einen Mann dabei beobachtet, wie dieser mit einer Schusswaffe hantierte und den Sicherheitsdienst alarmiert. "Mehrere Streifenwagen waren im Einsatz", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. "Die Polizei konnte den von Fahrgästen beschriebenen Mann aber nicht in den Massen am Bahnhof entdecken." Die Ermittler werten nun die Videoaufzeichnungen aus der S-Bahn aus, um den Mann zu finden.

Weshalb die Hilfslinien ausfallen mussten

Zur selben Zeit hat es einen medizinischen Notfall auf dem S-Bahn-Steig im Bahnhof Harburg gegeben, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Dieser Einsatz ist zwar schnell beendet worden, die Auswirkungen aber waren enorm. "Die beiden Einsätze haben zu starken Verspätungen auf allen S-Bahn-Linien geführt", sagte eine Sprecherin von S-Bahn Hamburg.

"Wir mussten den Betrieb der Linien S11 und S31 ganz ausfallen lassen, weil diese ansonsten die Verspätungen der anderen Linien verstärkt hätten." Die Hilfslinien, die vor allem im Berufsverkehr eingesetzt werden, müssen nach Betriebsende wieder zu ihren Ausgangsbahnhöfen zurückkehren – dies wäre nun nicht möglich gewesen.