Hamburg-Kolumne

Der doppelte Tim Bendzko – und eine Hochzeit im Hafen

Sänger Tim Bendzko gab beim Abendblatt ein kurzes Newsroom-Konzert. Ohne Mikro, nur begleitet von einer Gitarre – zu sehen auf YouTube.

Sänger Tim Bendzko gab beim Abendblatt ein kurzes Newsroom-Konzert. Ohne Mikro, nur begleitet von einer Gitarre – zu sehen auf YouTube.

Foto: Mark Sandten / MARK SANDTEN / FUNKE FOTO SERVICES

Wie Sterneköche ein kulinarisches Feuerwerk abbrannten, Hochzeit im Hafen gefeiert wurde und Hamburger Promis Obdachlose bedienten.

Moderation, Gesang, Schauspiel, Radio: Wenn man diese Auflistung hört, fragt man sich, was Barbara Schöneberger eigentlich nicht kann. Bei einem von E.on veranstalteten Event unter dem Motto „Eat to the beat“ führte die 45-Jährige jetzt durch den Abend. In der Event-Location „The Box“ in Ottensen waren neben ihr weitere Stargäste dabei. Die Sterneköche Nelson Müller und Karlheinz Hauser brannten ein kulinarisches Feuerwerk ab, Sänger Tim Bendzko­ begleitete die Veranstaltung mit seinen Hits.

Video: Tim Bendzko live beim Hamburger Abendblatt

Newsroomkonzert: Tim Bendzko
Newsroomkonzert: Tim Bendzko

Unter dem Hashtag #bündelnlohntsich wollte E.on darauf aufmerksam machen, dass es sich lohnt, mehrere Verträge zu bündeln – und ganz nebenbei Geld für den guten Zweck sammeln.

Tim Bendzko und Nelson Müller mussten in verschiedenen Spielen ihr Können beweisen. Die Punkte wurden gesammelt und am Ende in Bares umgewandelt, das der Hamburger Klimaschutzstiftung zugutekommt. Zu deren Gunsten drückte die Jury auch das ein oder andere Auge zu, was am Ende zu einem Spendenbetrag von 8400 Euro führte, der von E.on-Geschäftsführer Philip Beckmann auf 10.000 Euro aufgerundet wurde. Mit dem Geld kann die Stiftung im kommenden Jahr 80 Besuche von Schulklassen auf dem von ihr getragenen Gut Karlshöhe in Bramfeld finanzieren. Die Kinder lernen dort elementare Dinge zum Umwelt- und Klimaschutz und wie sie die in ihren Alltag einbauen können.

Tim Bendzko glaubt an den HSV

Und nicht nur dort war Tim Bendzko zu Besuch. Auch beim Hamburger Abendblatt schaute der Sänger vorbei. Und spielte ein Newsroom-Konzert, „wo Menschen richtig arbeiten“, wie er sagte. Ohne Mikro, nur mit einer Gitarre in einem Raum, der akustisch nicht das bietet, was die Elbphilharmonie hat (wo Bendzko schon spielte). Das Wagnis war für ihn keines. „Das ist mir so sogar am liebsten.“ Er ist ein ernster Songschreiber und Musiker, der sich auch die Diskussion um den Klimawandel genau anhört. Er griff nach einem Exemplar des Abendblattes mit der Schlagzeile zu den Klimawandel-Folgen für die Ostsee.

„Man muss ,Fridays for Future‘ sehr ernst nehmen“, sagte Bendzko. Er selbst fährt ein E-Auto und bemüht sich, auf seinen Tourneen nicht so viel zu fliegen. „Das ist oft schon logistisch schwierig.“ Aber den bequemen Weg zu gehen – das ist ihm zu wenig. Als Jugendlicher schien dem gebürtigen Berliner die Fußballerkarriere vorgezeichnet. Irgendwann war die Gitarre verlockender als der Ball. Trotz seiner technischen Fähigkeiten, die er auch im Video zu „Nur noch kurz die Welt retten“ zeigt, hat er seit dem Wechsel in die Musik kaum Fußball gespielt. Doch den HSV hat er auf dem Zettel. „Ich bin ganz sicher, weil sich so viel im Verein getan hat: Der HSV steigt auf.“

Hamburger Onlineplattform Rebelle mit Charity-Aktion

Eine Bulgari-Tasche von Lisa Banholzer, ein Stine-Goya-Kleid von Jessie Weiss, Balenciaga-Pumps von Juliane Diesner – Deutschlands Mode-Blogger haben sich von ihren Designer-Lieblingsstücken getrennt und verkaufen diese über die Hamburger Onlineplattform Rebelle. com für den guten Zweck. Der Erlös der Aktion kommt dem Kinderhilfswerk Plan International und der Bewegung ‚Girls Get Equal‘ zugute.

„Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt haben noch immer nicht die gleichen Chancen wie Männer. Wir möchten unser inter­nationales Netzwerk nutzen und mit der Aktion­ Frauen dazu aufrufen, sich gegenseitig zu unterstützen“, sagt Cécile Wickmann, Gründerin von Rebelle. Vom 6. bis zum 8. Dezember spendet Rebelle zusätzlich 5 Euro pro eingehender Be­stellung an das Kinderhilfswerk.

Orange Blue sorgte für Gänsehaut

Für besondere Adventsstimmung hat ein Konzert der Stiftung Phönikks gesorgt. In der ausverkauften Kirche St. Johannis stimmten sich rund 500 Hamburger auf die Vorweihnachtszeit ein. Für Gänsehaut sorgte beispielsweise die Band Orange Blue , die ihren großen Hit „She’ s Got That Light“ spielte, aber auch neue Songs aus ihrem Jubiläumsalbum präsentierten.

Flory faszinierte die Gäste mit ihrer unverwechselbaren Stimme. Die Künstlerin trat bereits als Vorband von Eric Clapton auf. Auch Nils Landgren , einer der erfolgreichsten euro­päischen Jazzmusiker, spielte. Durch den Abend führte der TV-Moderator und langjährige Phönikks-Unterstützer Markus Tirok. Rund 33.000 Euro kamen durch Ticketverkäufe und Spenden an diesem Tag zusammen.

Hamburger Promis bedienen Obdachlose

Viele wären schon froh, wenn sie einen Promi mal schnell auf ein Selfie treffen könnten. Von Berühmtheiten aller Couleur bedient zu werden, davon wagt wohl kaum jemand zu träumen. Bei der jährlich stattfindenden Bedürftigenweihnachtsfeier in der Fischauktions­halle ist aber wieder einmal genau das passiert. Unter dem Motto „Mehr als eine warme Mahlzeit“ lud der Radiosender Rock Antenne Hamburg auch in diesem Dezember 400 Obdachlose und Bedürftige ein, es sich bei Speis und Trank an einer langen Tafel gut gehen und sich von Hamburger Promis bedienen und beschenken zu lassen.

Die Ehre gaben sich unter anderen HSV-Reservetorwart Julian Pollersbeck, Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank und Kult-Bodyguard Eddy Kante . Aber auch weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Gesichter standen den Gästen zu Diensten, so etwa die Sänger Johannes Oerding oder Jasmin Wagner. Die Kosten liegen jedes Jahr bei ungefähr 60.000 Euro. Möglich ist die Veranstaltung durch zahlreiche Spenden und die vielen ehrenamtlichen Helfer.

200 Gäste im „kleinen weißen Haus“ an der Außenalster

Eine Premiere feierte Darion Keith Akins. Es war das erste Mal für den neuen US-Generalkonsul, dass er Gastgeber beim feierlichen Christmas Tree Lighting­ war. Aus diesem Anlass kamen rund 200 Gäste in das „kleine weiße Haus“ an der Außenalster. „Während in diesem Jahr die Lichter des Tannenbaumes erleuchten, werde ich an Religionsfreiheit denken. Ich werde an unsere Verantwortung als demokratische Bürger denken“, sagte Akins. Mit dabei waren Polizeipräsident Ralf Martin Meyer , Armeniens Honorarkonsul Heiko Hecht und FDP-Fraktionschef Michael Kruse.

Bundesverdienstkreuz für Gloria Boateng

Gloria Boateng emigrierte als Zehnjährige aus Ghana hierher, bekam als Abiturientin ein Kind, zog ihr Lehramtsstudium durch, gründete den Verein Schlaufox und arbeitet nun mit Stadtteilschülern und gleichzeitig im Ehrenamt. Sie ist ein Vorbild für Bemühungen um Integration – und das wurde nun gebührend gewürdigt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnete die 40-Jährige am 4. Dezember in Schloss Bellevue mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Unter dem Motto „Engagement bildet“ würdigte er zum Tag des Ehrenamts ihren herausragenden Einsatz für die Bildung. Gloria Boatengs Antwort darauf: „Ich hatte das Glück, immer Menschen zu treffen, die an mich geglaubt haben. So ein Mensch will ich für andere sein.“

Diskussion über die Zukunft der Pflege

Im überfüllten Veranstaltungszelt vor der Pflegeeinrichtung von Pflegen & Wohnen in Farmsen diskutierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Einladung von Dennis Thering (stellv. Fraktionschef der CDU in der Bürgerschaft) und Thomas Flotow (Chef von Pflegen & Wohnen Hamburg) mit Bürgern über die Zukunft der Pflege. Am Ende sprach Spahn auch über seinen ganz persönlichen „Merci-Gate“: Am Tag vor Heiligabend 2018 hatte Spahn das Klinikum Dortmund besucht und Pflegekräfte mit Merci-Schokolade bedacht.

Im Netz setzte es Häme mit Sprüchen wie „Guck mal, was ich an der Tanke für dich gekauft habe“ oder „Die typischen Notgeschenke, wenn man vergessen hat, etwas Richtiges rechtzeitig zu besorgen“. Spahn sprach von einem „regelrechten Shitstorm“. Trotzdem werde er weiter an solchen Besuchen festhalten, das Internet spiegele nicht die Meinung der Öffentlichkeit wider.

„Die Nacht der Kolibris“ – ein Charity-Fashion-Show-Dinner

Im Marriott Hotel an der ABC-Straße hat eine neue Benefiz-Veranstaltungsreihe Premiere gefeiert: „Die Nacht der Kolibris“ – ein Charity-Fashion-Show-Dinner. Designerin Geneflor Plagge (RMJ Geneflor Couture) schickte zehn internationale Models mit Kleidern ihrer aktuellen Kollektion über den Laufsteg. Der Erlös des Abends geht an das ambulante Kinderhospiz Familienhafen in Hamburg und über den Verein Hoffnungsbrücke auch an internationale Kinderhilfsprojekte.

Durch den Abend führte Moderator Thorsten Laussch gewohnt launig. Er versteigerte unter anderem ein Bild des bekannten Fotografen René Lüdke für den guten Zweck. Mit dabei: das NDR-Urgestein Carlo von Tiedemann mit Ehefrau Julia, M-Point-Netzwerkgründer Thomas Götzinger sowie der SPD-Mann und Ehrenamt-Organisator Bernd P. Holst. Die nächste „Nacht der Kolibris“ ist für 2020 geplant.

Hannelore Hoger und Christian Wulff in der Kirche St. Nikolai

Seit 2015 bittet der ehemalige ZDF-Journalist Knut Terjung prominente Gäste wie Schauspielerin Hannelore Hoger und Altbundespräsident Christian Wulff zu Gesprächen in die Hauptkirche St. Nikolai. In dieser Woche war die Kirche voll besetzt, um den Auftritt des Bürgermeisters von Palermo, Leoluca Orlando, zu verfolgen. Orlando machte als Mafia-Jäger Schlagzeilen. Am 6. Januar 2020 trifft Terjung Orgelbauer Philipp Klais.

Hochzeit auf der "Rickmer Rickmers"

Im Hamburger Rathaus haben sich Torsten Sevecke und Lydia Kleist das Jawort gegeben. Der Wirtschaftsstaatsrat und die Chefin des Landessportamts heirateten im kleinen Kreis, danach gab es einen Empfang auf der „Rickmer Rickmers“. Am Abend dann ein Essen im französischen Restaurant L’Auberge im Grindelviertel. Im kommenden Jahr folgen die kirchliche Hochzeit und eine große Feier. Für die beiden war 2019 ein Glücksjahr, denn im August wurde auch noch Tochter Helene geboren.

Autor von „Gregs Tagebuch“ im Hotel Pier Drei

Für Kinder ist er ein Rockstar: Jeff Kinney­, Autor der weltbekannten Bestsellerreihe „Gregs Tagebuch“, stattete dem Hotel Pier Drei einen Besuch ab, um rund 130 Kindern den 14. Band der Greg-Reihe „Voll daneben“ vorzustellen. Was wie eine Lesung klingt, gestaltete sich viel mehr als eine multimediale und interaktive Show.

Gemeinsam mit den Kindern verausgabte sich Kinney in Spielen wie „Mülltonnen-Tauchen“, einer „Wissens-Challenge“, oder forderte einige Eltern zu einem Tanzwettbewerb heraus, um ein komplettes Bücherset zu gewinnen. Spätestens, als Jeff Kinney mit verbundenen Augen seine eigenen Comicfiguren zeichnen musste, war klar: Einen so bodenständigen und nahbaren Star-Autoren gab es selten.