Hamburg-Kolumne

Was ein Esel mit Til Schweigers Pizzalokal zu tun hat

Til Schweiger backt jetzt auch Pizza – oder lässt sie backen.  Der Schauspieler hat sein Lokal „Henry likes Pizza“ eröffnet.

Til Schweiger backt jetzt auch Pizza – oder lässt sie backen. Der Schauspieler hat sein Lokal „Henry likes Pizza“ eröffnet.

Foto: Georg Wendt / dpa

Anekdoten aus der Gesellschaft, Rück- und Vorblicke auf Veranstaltungen – und alles über die wichtigsten Köpfe der Stadt.

Hamburg. Der Mann hat den Hut auf – und sieht hervorragend damit aus. Nicht nur „An guten Tagen“, wie sein aktueller Hit heißt. Nein, ob auf seinen mehr als 80 Konzerten pro Jahr oder in der Vox-Erfolgssendung „Sing meinen Song“: Johannes Oerding sieht man fast nie ohne sein Markenzeichen, den vorne hoch getragenen „Pork Pie“.

Grund genug für die Gemeinschaft Deutscher Hutfachgeschäfte (GDH), den 37-Jährigen, der am Niederrhein aufwuchs, zu Deutschlands „Hutträger des Jahres 2019“ zu küren. In seiner Wahlheimat Hamburg hat der erfolgreiche Sänger und Songwriter die goldene Trophäe, die jedes Jahr anlässlich des Internationalen Tages des Hutes am 25. November vergeben wird, in Empfang genommen.

„Ich finde es total schmeichelhaft, dass ich für ein Accessoire, das ich gerne trage, einen Preis erhalte“, so der Lebensgefährte von Ina Müller. „Ich werde die Auszeichnung in Ehren halten und in die Welt hinausgehen als Vertreter der Hutträger“, versprach der mit Gold und Platin ausgezeichnete Künstler, der mit „Konturen“ Anfang des Monats sein sechstes Studioalbum vorgelegt hat. Überreicht hat den Preis Sabine Falkenhagen, die in vierter Generation das Hutgeschäft Falkenhagen mittlerweile an der Schauenburgerstraße in der Nähe des Rathauses führt und zu deren Kunden Udo Lindenberg, Jan Delay oder Stefan Gwildis zählen.

„Super, dass die Ehre in diesem Jahr wieder einem Hamburger zuteil wird. Johannes Oerding ist ein toller Typ, ein super Sänger und ein perfekter Botschafter, um zu zeigen, dass ein guter Hut immer ein Hit ist.“ In den Vorjahren waren Tänzer Massimo Sinató (2018), Sänger Gregor Meyle (2017) und „Tatort“-Star Jan Josef Liefers (2016) ausgezeichnet worden.

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Die Hansestadt ist eine Hochburg für Events. Die Prominenten haben häufig die Qual die Wahl, wo sie den Abend verbringen. Normalerweise ist die Eröffnung einer Pizzeria nicht gerade der „Place to be“. Aber wenn der Gastgeber Til Schweiger heißt, dann gehen auf der Uhlenhorst rund 150 Gäste auf etwa 100 Quadratmetern auf Tuchfühlung. Die Gastronomie ist für den Schauspieler zu einer echten Leidenschaft geworden, davon konnten sich auch seine prominenten Freunde überzeugen. Der 55-Jährige eröffnete an der Papenhuder Straße das Lokal Henry likes Pizza.

Mit dabei war Komiker Otto Waalkes, der in der Nachbarschaft sein Büro hat. Die Schauspieler Sven Martinek, Ingo Naujoks und Sebastian Ströbel schauten vorbei, Moderatorin Nova Meierhenrich, Model Marie Amière und DJ Kai Schwarz ließen sich die original neapolitanische Pizza schmecken. Henry heißt übrigens ein Esel, der auf Schweigers mallorquinischer Finca lebt, und der soll der italienischen Spezialität verfallen sein und wurde so zum Namensgeber des neuen Gas­troprojekts.

Til Schweiger, der sein Konzept bereits in sein Barefood Deli Restaurant in der Innenstadt integriert hat, mischte sich entspannt unter die Gäste und zog ein positives Fazit: „Das war ein sehr gelungener Abend.“ Aber der vierfache Vater beschäftigt sich nicht nur mit Pizza: „Als Nächstes freue ich mich darauf, dass mein neuer Film „Die Hochzeit“ am 23. Januar ins Kino kommt. Hauptberuflich bleibe ich ja weiter Filmemacher.“

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Seit dieser Woche kann jeder, der am Hauptbahnhof vorbeikommt, Gutes tun. Die Organisation Hamburg Leuchtfeuer verkauft in der Wandelhalle noch bis zum 19. Dezember kleine Teddybären. Die Erlöse fließen an gemeinnützige Projekte wie ein Hospiz oder ein Begleitprojekt für Menschen mit HIV. Zum Verkaufsstart kamen unter anderem Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher, Schauspielerin Caroline Kiesewetter, die Moderatoren Ulf Ansorge, Thorsten Laussch und Wolfgang Trepper sowie Friseurmeisterin Marlies Möller.

Am lautstärksten bewarb aber mit Sicherheit Dieter Bruhn, auch Aale-Dieter genannt, das Projekt. Für ihn war der Teddyverkauf eine willkommene Abwechslung zum wöchentlichen Fischmarkt. Wer nun ebenfalls durch eines der Bärchen Freude schenken will, sollte sich beeilen. Der Verkauf läuft nämlich nur, solange der Vorrat reicht.

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Eigentlich ist Johannes B. Kerner einer der beliebtesten deutschen TV-Moderatoren. Aber der Hamburger ist auch Stiftungsvorstand der Becker-Kerner-Stiftung. In dieser Funktion hatte er rund 2100 Fünftklässler aus 16 Hamburger Stadtteilschulen zu einem Konzert in die Elbphilharmonie eingeladen. In dem Konzerthaus spielte der Musikkorps der Bundeswehr für die Zuhörer.

„Wir wollen mithelfen, dass möglichst viele junge Menschen die Chance haben, die Elbphilharmonie zu erleben. Dabei unterstützen wir insbesondere die Schüler, die sonst eher selten die Möglichkeit dazu haben“, sagte Kerner. Zu den wenigen Erwachsenen die im Saal waren, zählten neben dem Gastgeber auch Haspa-Chef Harald Vogelsang und Eberhard Zorn, Generalinspekteur der Bundeswehr. Der große Überraschungsgast war übrigens Rapper Sido. Er trug Auszüge aus dem Roman „Emil und die Detektive“ vor.

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Hamburg ist schön, und auch die Hamburgerinnen sehen nicht gerade schlecht aus – das scheint zumindest die Ansicht im Ausland zu sein. In den letzten Tagen besuchten auffallend viele Beauty- und Mode-Experten aus der ganzen Welt unsere Stadt, um ihre Pflegeserien und Kollektionen vorzustellen. Die bekannte Make-up-Künstlerin Nikki Deroest kam aus Los Angeles angeflogen, um im UZwei in der Kaisergalerie ihre Marke Róen Beauty vorzustellen. Die anwesenden Damen tranken Ruinart, und auch sonst herrschte viel Glow in der Kaisergalerie. Da brauchte man kaum mehr Rouge.

Im Hotel Fontenay traten gleich mehrere Experten auf, um sich im neuen Spa des Luxushotels zu präsentieren. Henrik Daniel Gaardsdal erklärte, dass Själ (so der Name seiner Marke) schwedisch für Geist, Verstand und Herz sei und hantierte mit Edelsteinen. Ohne diese scheint derzeit keine Gesichtsbehandlung zu funktionieren, will sie „en vogue“ sein. Denn auch Marianne Schnaitmann, die die Cremes der Neuseeländerin Megan Larson im Gepäck hatte, sagte, dass Jade-Edelsteine den Qi-Fluss fördern.

Alles fließt, dachte man sich schließlich auch im Tortue, wo Anine Bing anlässlich ihrer Boutique-Eröffnung im Neuen Wall 88 zu einem Dinner lud. Die Designerin pendelt meistens zwischen ihrer Heimat Dänemark und ihrer Wahlheimat L.A., sie entwarf ihre erste Kollektion 2012, inzwischen führt die Mode-Influencerin ein Millionen-Dollar-Unternehmen. „Rebellisch und zeitlos“ solle ihre Mode sein, erklärte Anine Bing, und zumindest bei „zeitlos“ fühlte sich jede Hamburgerin angesprochen. Schön.

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Die Mitglieder des Deutsch-Amerikanischen Frauenclubs Hamburg e.V. (DAFC) sind stolz. Zu Recht. Ihr Basar im bereits teilweise weihnachtlich geschmückten Elysée-Hotel hat 34.000 Euro für einen guten Zweck eingebracht. Zum 69. Mal feierten die Frauen ein eigenes Thanksgiving-Fest an der Alster, mit dem Ziel, möglichst viel Geld für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Hamburg einzusammeln. Dieses schöne Fest ließ sich auch der neue US-Konsul Darion Akins nicht entgehen. Zusammen mit seiner Frau Yumi schnitt er ganz traditionell den Truthahn an.

Dazu gab es eine Tombola, Stände mit Handtaschen, Modeschmuck, Kuchenbüfett, Turkey-Büfett, Würstchen, hausgemachte Marmeladen und Kekse oder Secondhand-Designermode. Und weil die Damen den Basar immer so liebevoll planen und umsetzen, kamen – wie eigentlich jedes Jahr – auch eine Reihe prominenter Hamburger vorbei. Unter ihnen Hannelore Lay, Karin Martin, Dr. Carl Claus & Rosita Hagenbeck und Alexandra Gräfin Lambsdorff.

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Schlemmen und dabei Gutes tun: Das war das Motto der Küchenparty anlässlich des zehnten Geburtstages der Meatery im Side Hotel. Dabei kamen 5.680 Euro durch den Verkauf von Tombolalosen zusammen. Den Spendenscheck überreichte Direktor A lex Obertop jetzt an Claudia Meister und Ingrid Ernst vom Verein Hanseatic Help.

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„Celebrity-Feeling“ und einen Abend voller „,Exciting Gold’-Momente“ versprechen die Veranstalter beim „20 Golden Years of Movie meets Media“ am Montag. Feinste PR-Poesie für die Erwartung wohliger Schauer bei den Autogrammjägern angesichts einer Gästeliste, die im und vor dem Hotel Atlantic reiche Beute verspricht. Angekündigt sind jedenfalls die Schauspieler Ralf Moeller, Sven Martinek, Mariella Ahrens und Nova Meierhenrich. Katja Flint soll ebenso dabei sein wie Entertainer Karl Dall und Heidi Klums Catwalk-Trainer Jorge Gonzales. Die ehemalige Leistungsschwimmerin Franziska van Almsick habe bereits zugesagt. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hält die Eröffnungsrede.

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Das tat der Regierungschef auch beim traditionellen Stiftermahl im Rathaus, bei dem am Dienstag insgesamt mehr als 260.000 Euro für die Kultur zusammen- kamen, allein 128.000 Euro durch die Versteigerung von Kulturerlebnissen, die so sonst nicht zu kaufen sind. Und Moderator Yared Dibaba verriet, dass man sich mit dem „Börgermester un dem Börgermester sin Fru“ ganz prima auf Platt unterhalten könne.

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Einen unterhaltsamen Abend gab es in dieser Woche in der Thalia-Buchhandlung in der Europa Passage. Die Moderatorin Katja Burkard war zu Gast und las aus ihrem Buch „Wechseljahre? Keine Panik!“. Die rund 40 Gäste, die zu der Buchvorstellung gekommen waren, genossen die lockere und natürliche Art der Autorin. „In meinen knapp drei Wechseljahren ist mit mir etwas passiert, was ich nie für möglich gehalten hätte: Ich kenne mich und mag mich endlich“, so Burkard.

Mit Humor und Ehrlichkeit schildert die RTL-Frau in dem Buch ihre Erfahrungen, beantwortet all die Fragen, die sie sich selbst in dieser Zeit gestellt hat,und zeigt, was diese Lebensphase außer Hitzewellen zu bieten hat. Mit dabei sind Interviews mit Hormonexperte Prof. Dr. Dr. Johannes Huber und Stardesigner Guido Maria Kretschmer. Burkhard moderiert seit 1996 das RTL-Mittagsmagazin „Punkt 12“.