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Buxtehude Feeeeeling

Schon mal irgendwo im Urlaub einen Bacardi getrunken? Höchstwahrscheinlich kam er aus Buxtehude: Dort hat der auf den Bermudas beheimatete Bacardi-Konzern ein Abfüllwerk, das immerhin 71 Länder beliefert. 5,5 Millionen Neun-Liter-Kisten strömen jährlich aus der Märchenstadt in alle Welt - und sorgen für "Bacardi Feeeeeling". Bacardi ist indes nicht das einzige internationale Unternehmen mit Sitz in Buxtehude. National Rejectors baut Münzprüfer, Unilever (Axe, Dove) besitzt hier ein großes Werk. Das Saatgut-Unternehmen Pioneer hat eine Niederlassung an der Este, ebenso wie das Chemie-Unternehmen Synthopol. Und die Buxtehuder Schifffahrts-Tradition hält die Reederei NSB hoch. 1986 hatte Geschäftsführer Helmut Ponath in Buxtehude angefangen, kürzlich stellte NSB das 100. Containerschiff in Dienst. Damit ist das Unternehmen die viertgrößte Container-Reederei der Welt und Grund dafür, dass Buxtehude - jedenfalls auf dem Papier - eine starke philippinische Gemeinde hat. Rund 1500 Bürger der Philippinen zählt die Einwohnerstatistik - alles Seeleute, die auf NSB-Schiffen fahren und kaum Buxtehuder Boden betreten.

Und natürlich lebt Buxtehude auch vom nahen Airbus-Werk auf Finkenwerder. Für viele Mitarbeiter ist die Stadt Wohnort. Airbus-Chef und Betriebsrats-Chef treffen sich schon mal auf dem Wochenmarkt. Und in Buxtehude selbst entwickelt eine Airbus-Abteilung elektronische Kabinensysteme.

Diese Fülle von Unternehmen (rund 3000) in einer relativ kleinen Stadt spiegelt sich auch in der Arbeitsplatz-Statistik wider. Theoretisch gäbe es für jeden einen Arbeitsplatz in der Stadt. Tatsächlich ist es natürlich anders: Die Zahl der Pendler, die täglich aus anderen Orten kommen, hält sich in etwa die Waage mit der Zahl derjenigen, die woanders hin zum Job fahren.

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