Hamburg. „Ich sehe was, was du nicht siehst“, das Kunstspiel zum Mitmachen. Diese Woche: „Waldinneres bei Mondschein“ von C. D. Friedrich.

Bei Caspar David Friedrichs „Watzmann“ (1824/25) und dem von Alex Grein geschaffenen Bild „Terra I“ (2010) konnte man sehr schön ablesen, wie die Düsseldorfer Medienkünstlerin sich bei Bildkomposition und Farbigkeit am Romantik-Maler orientiert hat. Dieses Mal geht das Kunstspiel in eine Richtung, die sich bei „Ich sehe was, was du nicht siehst“ zuletzt schon beim „Gespensterwald“ (2014/15) des Berliner Künstlers Andreas Mühe zeigte: In der großformatigen Fotografie werden Mond und Wald, zentrale Motive der Romantik, aufgegriffen. Außerdem ist eine winzige Männergestalt nackt dastehend zu sehen – als Verweis darauf, wie klein und unbedeutend der Mensch in der übermächtigen Natur ist und wie groß dessen Sehnsucht nach dieser ist.