Hamburg. Vier Ukrainerinnen stranden nach dem russischen Angriff auf ihre Heimat mehr oder weniger zielgerichtet in Europa. Sehr sehenswert.

Menschen im Wartezimmer. Eine graue Betonmauer hat Julia Kurzweg auf die Bühne im Thalia in der Gaußstraße gestellt, erleuchtet von Neonröhren, mit großer, stillstehender Wanduhr. Vier Frauen warten, Ukrainerinnen auf dem Weg nach Westeuropa, mit kleinem Gepäck: ein paar Rollkoffer, eine Rentnerin schleppt zwei Katzen mit, die sie nicht in Tschernihiw zurücklassen wollte. Und alle haben die Widersprüche aus ihrem ukrainischen Leben dabei.