Hamburg. Dreieinhalb Stunden „Wolf unter Wölfen“: Luk Perceval eröffnet mit düsterem Inflationstheater und dennoch unterhaltsam die Lessingtage.

So sieht sie also aus, die Hyperinflation: enorme weiße Blasen, aufgepumpt bis zum Anschlag. Sie machen sich breit, sie verdrängen alles andere, als Erstes den Menschen, der sich zwangsläufig um sie herum organisieren muss. Bühnenbildnerin Annette Kurz hat eine so schlichte wie wirkungsvolle Szenerie ersonnen, um den Druck der Weimarer Republik in Hans Falladas Epochenroman „Wolf unter Wölfen“ am Thalia Theater zu veranschaulichen.