Hamburger Abgeordnete

FDP Hamburg: Gerangel um Plätze für die Bundestagswahl

Anna von Treuenfels-Frowein, FDP-Einzelabgeordnete in der Hamburgischen Bürgerschaft, will offenbar nach Berlin.

Anna von Treuenfels-Frowein, FDP-Einzelabgeordnete in der Hamburgischen Bürgerschaft, will offenbar nach Berlin.

Foto: dpa

Nun warfen auch die Bürgerschaftsabgeordnete Anna von Treuenfels-Frowein und Ria Schröder den Hut in den Ring.

Hamburg. Bei der FDP Hamburg zeichnet sich ein Gerangel um die aussichtsreichen Listenplätze für die Bundestagswahl ab. Nachdem der Bundestagsabgeordnete Wieland Schinnenburg, der frühere Bürgerschaftsabgeordnete Michael Kruse und Juli-Landeschef Carl Cevin-Key Coste bereits die Hand gehoben haben, warfen nun auch die Bürgerschaftsabgeordnete Anna von Treuenfels-Frowein und die frühere Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, Ria Schröder, den Hut in den Ring.

Bislang ist die FDP Hamburg mit zwei Abgeordneten im Bundestag vertreten. Die Elb-Liberalen wollen am 24. April bei einem Online-Parteitag die Kandidatenliste zur Bundestagswahl im September aufstellen und auch den Landesvorstand neu bestimmen.

Die bisherige Landeschefin und Bundestagsabgeordnete Katja Suding hatte im vergangenen September ihren Rückzug aus der Politik angekündigt. Um den Parteivorsitz bemühen sich neben Kruse und Schinnenburg der frühere Bürgerschaftsabgeordnete Daniel Oetzel.

Hamburg: Treuenfels hält FDP-Fahne in Bürgerschaft alleine hoch

„Ich habe mich entschlossen, für den Listenplatz zwei der Hamburger FDP zur Bundestagswahl zu kandidieren“, sagte Treuenfels-Frowein. „Ich kann so meine langjährige Erfahrung in der Hamburger Landespolitik, meine Bekanntheit in der Stadt und auch meine Vernetzung in Berlin als FDP-Bundesvorstandsmitglied einbringen.“

Seit der Bürgerschaftswahl im Februar vergangenen Jahres, bei der die 58-Jährige in Blankenese ein Direktmandat errungen hatte, während ihre FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, hält von Treuenfels-Frowein allein die Fahne der Liberalen im Stadtparlament hoch.

Schröder, die sich um Listenplatz eins bewirbt, sagte der „Welt am Sonntag“: „Ich möchte dafür sorgen, dass die FDP in Hamburg an ihr hervorragendes Ergebnis von 2017 anknüpft und im Bund Regierungsverantwortung übernimmt.“ Dann könnte die Partei Bildung, Wirtschaft und Digitalisierung zur Priorität machen und das Land „nicht nur aus der Krise führen, sondern endlich in die Zukunft“.

( dpa )