Bürgerschaftsantrag

Das wirft die Hamburger CDU jetzt den Profisportlern vor

CDU-Justizpolitiker Richard Seelmaecker (Archivbild) erhebt Vorwürfe gegen Profisportler.

CDU-Justizpolitiker Richard Seelmaecker (Archivbild) erhebt Vorwürfe gegen Profisportler.

Foto: Romy Oberender / CDU Hamburg

Profisportler beziehen Geld aus der gesetzlichen Unfallversicherung – auf Kosten der Allgemeinheit, sagt die CDU.

Hamburg. Die CDU wirft manchen Profisportlern vor, sich mit Verweis auf Verletzungen hohe Summen aus der gesetzlichen Unfallversicherung auszahlen zu lassen – auf Kosten der Allgemeinheit. Hintergrund der Kritik sei ein „Spiegel“-Bericht, nach dem Ex-Profis hohe Beträge aus der gesetzlichen Versicherung bezögen – obwohl sie oft weitgehend gesund seien. Deswegen fordert die CDU den Senat in einem Bürgerschaftsantrag auf, sich für eine Änderung des Sozialgesetzbuches einzusetzen.

Die Unfallversicherung sei ein sinnvolles Instrument, um Menschen nach Arbeitsunfällen finanziell abzusichern, sagte CDU-Justizpolitiker Richard Seelmaecker. „Dass aber gut verdienende Profisportler sich ihre zahlreichen Verletzungen während ihrer Karrieren als Arbeitsunfälle anrechnen und versilbern lassen können, ist eine höchst unsoziale Bereicherung auf Kosten der Allgemeinheit.“

Keine Ausbeutung der Sozialklassen mehr

Erwerbsminderungsrenten und anderen Entschädigungszahlungen sollten nur Profisportlern zustehen, die sie wirklich benötigten, so Seelmaecker. Die „Ausbeutung der Sozialkassen, an der Agenturen mitverdienen“, müsse verhindert werden.