Fördermittel

Berliner Geldsegen für Hamburgs Hauptkirche

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Blick vom Ballindamm zur Hauptkirche St. Jacobi. Der Bund hat 20,4 Millionen Euro für eine Grundsanierung bewilligt.

Blick vom Ballindamm zur Hauptkirche St. Jacobi. Der Bund hat 20,4 Millionen Euro für eine Grundsanierung bewilligt.

Foto: TA CAPS / Thorsten Ahlf

Bundestag beschließt Zuschüsse für die Hansestadt in Höhe von rund 40 Millionen Euro. Diese Kultur- und Umweltprojekte profitieren.

Hamburg/Berlin.  Den finanziellen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie zum Trotz: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat in seiner sogenannten Bereinigungssitzung die Freigabe von mehr als 40 Millionen Euro für Projekte in Hamburg beschlossen.

Mit 20,4 Millionen Euro unterstützt der Bund die Grundsanierung der Hauptkirche St. Jacobi . Einen Betrag in gleicher Höhe steuert die Stadt bei. Das Fugenwerk der Fassaden muss instand gesetzt werden, verwitterte Ziegel werden ersetzt. Die Dächer von Kirche und Chor sollen neu eingedeckt werden. Auch das Innere wird saniert und restauriert. Die Gemeinderäume im Nord- und Südanbau werden modernisiert und barrierefrei erschlossen. Die Kirche soll über das Westportal betreten werden.

Leuchtturm von Neuwerk wird mit 3,55 Millionen saniert

Das älteste Gebäude Hamburgs, der 120 Kilometer vom Stadtzentrum entfernte Leuchtturm von Neuwerk, soll mit 3,55 Millionen Euro Bundesmitteln saniert werden. Das alte Leuchtfeuer soll denkmalgerecht instand gesetzt, das Dach und die Fassade saniert werden. Insgesamt werden sich die Kosten auf mindestens 8,5 Millionen Euro belaufen.

Als Modellvorhaben in Zeiten des Klimawandels plant die Stadt ein Schöpfwerk in den Vier- und Marschlanden an der Mündung der Dove Elbe in die Elbe. Der Bund fördert das Projekt, das eine Überschwemmung des Großpolders infolge eines Dauerstarkregen­ereignisses und dreier Sperrtiden verhindern soll, mit 10,275 Millionen Euro. Die Stadt steuert 7,725 Millionen Euro bei.

Bund finanziert Machbarkeitsstudie zu Auswirkungen des Klimawandels

Der Bund finanziert eine Machbarkeitsstudie zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Elbe mit drei Millionen Euro. Dabei soll untersucht werden, ob ein Sperrwerk in der Elbmündung einen wirksamen Schutz sicherstellen kann. „Ich freue mich, dass auch im nächsten Jahr wieder hohe Millionenbeträge an Bundesmitteln für wichtige Projekte in die Hansestadt fließen“, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Metin Hakverdi, der Mitglied im Haushaltsausschuss ist und sich besonders für die vorgenannten Projekte eingesetzt hat.

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Das Lichthof Theater in Bahrenfeld soll für zwei Millionen Euro eine „Mittelbühne für die freie Theaterszene erhalten. Kosten insgesamt: 6,2 Millionen Euro. Der von Abriss bedrohte Kirchturm von St. Johannis in Harburg – erster moderner Kirchbau nach 1945 – soll für 1,5 Millionen Euro saniert werden. Die Hälfte trägt der Bund. Berlin stellt 100.000 Euro bereit, damit der berühmte Bilderatlas Mnemosyne des Hamburgers Aby Warburg, bislang im Haus der Künste der Welt in Berlin ausgestellt, auch in Hamburg gezeigt werden kann. „Mir war wichtig, dass dieser Schatz auch an dem Ort gezeigt wird, an dem er entstanden ist“, sagte der CDU-Abgeordnete Rüdiger Kruse, ebenfalls Mitglied im Haushaltsausschuss.

Wie bereits berichtet, unterstützt der Bund die Sanierung der Hauptkirche St. Trinitatis in Altona mit 2,7 Millionen Euro. Dafür hatte sich auch der Altonaer CDU-Bundestagsabgeordnete Marcus Weinberg eingesetzt. „Wir werden die notwendigen Kofinanzierungen für die Projekte zusagen und zur gegebenen Zeit auch bereitstellen“, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD).

( pum )