Hamburg

Bürgermeister Tschentscher hofft auf Kanzlerkandidat Scholz

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD, l.) und  Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) kennen sich seit 20 Jahren.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD, l.) und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) kennen sich seit 20 Jahren.

Foto: Ulrich Perrey/dpa

Hamburgs Bürgermeister hofft, dass mit Scholz Umfragewerte der SPD steigen. Noch steht kein Kandidat für Bundestagswahl 2021 fest.

Hamburg.  Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hofft, dass Bundesfinanzminister Olaf Scholz die SPD als Kanzlerkandidat aus dem Zustimmungstief führt. „Ich kenne Olaf Scholz seit über 20 Jahren und weiß, dass er als Kandidat und auch als Bundeskanzler sehr geeignet wäre“, sagte Tschentscher der Deutschen Presse-Agentur.

Auch wenn die SPD als Ganzes im Bund im Gegensatz zum Koalitionspartner CDU bislang nicht recht aus dem Umfragekeller hinauskomme, lege Scholz in der Beliebtheit zu. „Insofern dürften mit Scholz als Kanzlerkandidat auch die Umfragewerte der SPD besser werden.“

SPD hat noch keinen Kanzlerkandidaten festgelegt

Scholz war Tschentschers Vorgänger als Bürgermeister von Hamburg. Die SPD hat sich noch nicht festgelegt, wen sie zum Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2021 kürt. In Umfragen liegt die Partei derzeit bei etwa 15 Prozent.

Wichtig sei, wie es zur Kanzlerkandidatur komme und eine gute Legitimation, sagte Tschentscher. „Niemand kann erfolgreich sein, wenn er nicht breit unterstützt wird von allen.“ Und da liege die Initiative und die Entscheidung über das Verfahren jetzt im Bundesvorstand, „also bei unseren beiden Parteivorsitzenden“.

Olaf Scholz verlor 2019 Wahl um Parteivorsitz

Dass Scholz noch Ende vergangenen Jahres im Rennen um den SPD-Parteivorsitz Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans unterlegen war, habe den Vizekanzler nicht beschädigt. „Es geht ja um eine ganz andere Aufgabe. Die Ämter von Parteivorsitzenden unterscheiden sich stark von Regierungsämtern und auch von einer Kanzlerkandidatur.“

Ende Februar hatte Tschentscher mit seiner SPD bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg knapp 40 Prozent eingefahren - entgegen dem bundesweiten Trend.

( dpa )