Verkehr

FDP: So sieht ihr Förderprogramm für Parkplätze aus

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FDP-Verkehrspolitiker Ewald Aukes und seine Partei fordern ein radikales Umsteuern beim Thema Parkplätze (Archivbild).

FDP-Verkehrspolitiker Ewald Aukes und seine Partei fordern ein radikales Umsteuern beim Thema Parkplätze (Archivbild).

Foto: Roland Magunia

Positionspapier der Liberalen: Sie wollen den Abbau stoppen, Parkhäuser modernisieren und Quartiersgaragen schaffen.

Hamburg. Die FDP hat ein radikales Umsteuern beim Thema Parkplätze gefordert. In einem Positionspapier mit dem Titel „Parkplatzsuche leicht gemacht“ und aktuellen Bürgerschaftsanträgen fordert die Partei, dass künftig kein Parkplatz mehr ohne Ersatz wegfallen dürfe.

Für jedes einzelne Wohnquartier in Hamburg müssten der Bedarf an Parkplätzen ermittelt und „maßgeschneiderte Lösungen“ gefunden werden. Für Parkhäuser wünschen sich die Liberalen ein „Fitness-Programm“, mit dem die Großgaragen mit E-, Gas- und Wasserstoff-Anlagen und Sharing-Angeboten ausgerüstet werden sollen.

Park-and-ride-Angebote sollen wieder kostenfrei werden

Um den Parkplatzsuchverkehr zu reduzieren, plädiert die FDP für ein „digitales Parkplatzmanagement“. Zweite-Reihe-Parker und Falschparker, die andere gefährden, sollen konsequent rund um die Uhr abgeschleppt werden. Es soll mehr Lieferzonen und in jedem Wohngebiet Paketannahmestellen geben. Insgesamt wollen die Liberalen mehr Parkplätze schaffen – vor allem durch Quartiersgaragen.

Park-and-ride-Angebote sollen wieder kostenfrei werden, um den Umstieg auf den HVV attraktiver zu machen. Einzelne neue autofreie Zonen soll es nach dem Willen der FDP auch weiterhin geben – allerdings nur dort, wo auch Einzelhandel und Anwohner einverstanden sind.

Aukes: „Für eine Verkehrswende brauchen wir ein Miteinander“

„Alle ideologiebehafteten Umerziehungsversuche insbesondere der Grünen in der Verkehrspolitik sind gescheitert“, sagte FDP-Verkehrspolitiker Ewald Aukes dem Abendblatt. „Trotz ihrer Bemühungen, Verkehrsteilnehmer gegeneinander auszuspielen, steigen die Kfz-Zulassungszahlen. Für eine Verkehrswende brauchen wir ein Miteinander.“ Das bedeute neben dem Ausbau des ÖPNV auch „bessere und sicherere Radwege, die nicht einseitig zulasten der Autofahrer gehen dürfen“, so Aukes. „Unser Zehn-Punkte-Papier hilft, Parkplatz-Suchverkehre einzudämmen, entlastet Paketboten und Lieferanten des Einzelhandels durch digital buchbare Lieferzonen und sorgt gleichzeitig für mehr Verkehrsfluss, weil Parken in zweiter Reihe oder auf Geh- und Radwegen konsequenter geahndet wird.“

Digitale Park-Such-Systeme sollten den Parkplatzsuchverkehr eindämmen, so Aukes. „Und wir setzen auf unterirdische, bedarfsgerecht geplante Garagen für die Quartiere, um oberirdische Flächen, auf denen bislang Autos abgestellt werden, aufzuwerten und besser nutzen zu können.“

( jmw )