Hamburg

Senat greift durch: 24 Maßnahmen gegen Staus in der Stadt

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Baustellen werden besser koordiniert, Störungen täglich vorhergesagt, Kontrollen gegen Falschparker ausgeweitet.

Hamburg.  Kaum ein Thema nervt die Hamburger so sehr wie die vielen Baustellen und der stockende Verkehr. Nachdem die Bürgerschaft den Senat kürzlich aufgefordert hatte, Gegenmaßnahmen zu entwickeln, haben Verkehrs-, Innen- und Finanzbehörde sich nun auf 24 Punkte verständigt. Dem Abendblatt liegt das Maßnahmenpaket, das der Senat am Dienstag beschließen will, vor. Die wichtigsten Ziele:


Zentrale:
Die Koordinierungsstelle für Baustellen auf Hauptverkehrsstraßen (KOST) soll deutlich mehr Macht bekommen und künftig auch für Bezirksstraßen zuständig sein.
Meldung: Die sieben Bezirksämter (die eigene Verkehrs- und Baustellenkoordinatoren erhalten), Hamburg Wasser und die Hafenbehörde HPA sowie die Polizei sollen künftig sämtliche Baumaßnahmen, Sondernutzungen, Veranstaltungen und Aufgrabungen der KOST melden und bei ihren Entscheidungen die Auswirkungen auf den Verkehr so weit es geht minimieren.
Eingriff: Planbare Baumaßnahmen der städtischen Betriebe sollen mindestens zwei Wochen vorab angekündigt werden und müssen auf Weisung der KOST unterbleiben oder in einem vorgegebenen Zeitfenster erfolgen.
Flexibilität: Tagesbaustellen werden abgebaut, sobald sich lange Staus (mehr als fünf Kilometer) aufbauen oder Ausweichstrecken überlastet sind.
Konferenz: Alle zuständigen Stellen tauschen sich täglich in einer Videokonferenz aus.
Routen: Stadtreinigung und Stadtentwässerung sollen zusammen mit der Verkehrsbehörde die Routen ihrer Fahrzeuge überprüfen, um dafür zu sorgen, dass diese den Verkehr nicht zu den Stoßzeiten behindern.
Überwachung: Die Polizei wird kritische Stellen verstärkt überwachen, um den Verkehrsfluss zu gewährleisten und zum Beispiel stärker gegen Falschparker in zweiter Reihe vorzugehen.
Infos: Spätestens von Mai 2019 an soll die KOST eine tägliche Störungsvorhersage herausgeben.

Analog zum zähen Straßenverkehr waren auch die Busse der Hochbahn im laufenden Jahr unpünktlicher als 2017. Nach einer Auswertung des Unternehmens auf Anfrage der CDU sind von Januar bis November 6,2 Prozent aller Busse fünf Minuten oder mehr zu spät gekommen. 2017 waren nur 5,6 Prozent so stark verspätet.

( bob/dey/jmw )