Wilhelmsburg

Massive Mängel am Gebäude der Umweltbehörde

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Jens Meyer-Wellmann
Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt vor dem Gebäude der Umweltbehörde in Wilhelmsburg

Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt vor dem Gebäude der Umweltbehörde in Wilhelmsburg

Foto: Marcelo Hernandez / HA

Mitarbeiter der Stadtentwicklungs- und der Umweltbehörde klagen über kalte und trockene Luft. Hunderte Räume mit Sanierungsbedarf.

Hamburg. An dem hochmodernen und fast neuen Wilhelmsburger Gebäude, in dem seit 2013 die Stadtentwicklungs- und die Umweltbehörde untergebracht sind, gibt es massive bauliche Mängel. Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) hat am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der „Hamburger Morgenpost“ bestätigt.

„Schon auf der ersten Personalversammlung bin ich darauf angesprochen worden, dass es deutliche Probleme mit dem Gebäude gibt“, sagte Stapelfeldt, die seit 2015 als Senatorin für Stadtentwicklung und Bauen in dem Gebäude an der S-Bahn-Station Wilhelmsburg arbeitet.

„Mittlerweile hat sich gezeigt, dass es in vielen Räumen zu kalt ist und die Luft zu trocken ist. Für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist das schlechte Raumklima ein großes Problem. Seit anderthalb Jahren sind wir deshalb kontinuierlich in Verhandlungen mit unserem Vermieter, der Sprinkenhof, um Nachbesserungen zu erreichen. Den Menschen, die hier arbeiten, soll es schließlich gut gehen. Derzeit finden auch Arbeiten am Gebäude statt, um die Mängel zu beheben.“

Mehr als 200 Räume müssen nachgedämmt werden

Offenbar hat sich herausgestellt, dass die Dämmung das Gebäudes nicht überall umschließt. Vor allem zur Tiefgarage soll es an Dämmung fehlen, so dass Mitarbeiter im Erdgeschoss ihre Büros mit Stromheizungen auf Raumtemperatur bringen mussten. Fehler soll es auch bei Gewinnung von Erdwärme geben.

Bei seiner Einweihung im Jahr 2013 war der Bau, in dem Toiletten zur Wasserersparnis mit Regenwasser spülen, noch unter großem Jubel als energieeffizientestes Gebäude der Republik bejubelt worden. Inzwischen ist von diesem Jubel nicht mehr viel zu hören.

Nach Abendblatt-Informationen hat Senatorin Stapelfeldt bereits am 9. Oktober ihren Mitarbeitern in einem Brief mitgeteilt, dass sie intensive Gespräche mit der Sprinkenhof GmbH geführt habe, der das Gebäude gehört. Ziel sei es, „dass die uns alle bewegenden Themen des Gebäudezustandes ... im Interesse aller Beschäftigten von der Sprinkenhof GmbH zeitnah gelöst bzw. zumindest optimiert werden.“ Mehr als 100 Räume entsprächen nicht der Arbeitsstättenrichtlinie, weil sie zu kalt seien, 228 Räume müssten nachgedämmt werden.