Baustellen

Verkehrsprobleme in Rissen: Grüne attackieren Senat

Foto: Fabricius

Mobilitätskonzept für den gesamten Hamburger Western gefordert: Verkehrsexperte Till Steffen fordert, Anliegen der Rissener ernst zu nehmen.

Rissen. Der Verkehrsexperte der Grünen, Till Steffen, wirft dem Senat vor, die Anliegen der Rissener nicht ernst zu nehmen und deren Sorgen „einfach beiseitezuwischen“. Steffen weiter: „Der Senat erklärt die Rissener zu unmündigen Bürgerinnen und Bürgern.“ Anlass für die Kritik ist das Scheitern eines Antrags der Grünen im Verkehrsausschuss der Bürgerschaft, in dem ein Mobilitätskonzept für den gesamten Hamburger Western gefordert wird. Dahinter steht die massive Belastung von Teilen Rissens und auch Wedels durch immer stärkere Pendlerströme. Wie berichtet, beklagen sich unter anderem die Anwohner des Sandmoorwegs, dass ihre Straße von Pendlern als „Rennstrecke“ genutzt werde. Neben den Rissenern sind es aber auch die Pendler selbst, zum Beispiel aus dem Raum Pinneberg, die durch die krisenhafte Verkehrssituation belastet werden.

Sanierung zahlreicher Straßen verschärft die Situation

Verschärft wird die Problematik durch die derzeit in Rissen geplanten Sanierungen zahlreicher Straßen. Die Arbeiten sollen am heutigen Montag beginnen und fast ein ganzes Jahr andauern. Die Grünen schlagen vor, den Verkehr auf die Bundesstraße 431 zu konzentrieren und die Straße aufzurüsten. Parallel sollten die als Ausweichstrecken genutzten Straßen wie Tinsdaler Heideweg und Tinsdaler Kirchenweg verkehrsberuhigt werden, um sie für den Durchgangsverkehr unattraktiver zu machen.