Aus der Herzensangelegenheit Anfang des Jahrtausends ist eine nüchterne Kosten-Nutzen-Rechnung geworden. Hamburg will mehr. Sportsenator Michael Neumann (SPD) erwartet vom IOC „die Kraft, neue Olympische Spiele, Olympia 2.0“ zu machen.

„Man kann das Thema Olympia nur auf Sicht fahren“, sagt ein führender Sozialdemokrat. Das bedeutet: Die Regierungspartei im Rathaus – sonst gern um langfristige Strategien bemüht – verfolgt eine Politik des Abtastens und Abwartens. Mit Blick auf eine mögliche Olympia-Bewerbung der Stadt für 2024 oder 2028 soll keine Tür zu früh zugeschlagen werden. Es darf aber andererseits auf keinen Fall der Eindruck entstehen, die Politik wolle das prestigeträchtige Großereignis auf jeden Fall – koste es, was es wolle, und möglicherweise gar gegen den Willen der Bürger.