Mehr als 1000 Feuerwehreinsätze in der Silvesternacht

Böller verletzen in Hamburg mindestens sieben Menschen – darunter einen Neunjährigen

Hamburg. Das neue Jahr hat für Polizei und Feuerwehr in Hamburg turbulent begonnen: Während Zehntausende ausgelassen unter anderem an den Landungsbrücken und der Binnenalster feierten, rückte allein die Feuerwehr in der Silvesternacht 1099-mal aus – nach 1076 Einsätzen im Jahr zuvor. Allein 309-mal wurden die Brandbekämpfer zu Löscheinsätzen gerufen. Auffällig sei auch die hohe Zahl der Verletzungen durch Feuerwerkskörper gewesen, sagte ein Feuerwehrsprecher.

So verlor ein 33-Jähriger in Rahlstedt beim Hantieren mit einem Böller den Mittelfinger seiner linken Hand, zog sich ein 55 Jahre alter Mann beim Zünden einer Raketenbatterie in Lohbrügge schwere Verbrennungen im Gesicht zu. Nach Angaben der Feuerwehr haben sich allein in der Nacht mindestens sieben Menschen durch Knallkörper verletzt – darunter ein neunjähriger Junge in Farmsen-Berne.

Deutschlands größte Party gab es wieder in Berlin. Rund zwei Millionen Gäste kamen zum Jahreswechsel in die Stadt. Das gewaltigste Feuerwerk allerdings zündete das Emirat Dubai. Das sechsminütige Spektakel mit mehr als einer halben Million Knallkörpern wird einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde erhalten. 200 Techniker schossen das etwa sechs Millionen Dollar teure Feuerwerk von 400 Orten aus ab.