Glatteis-Affäre

Eisräumung: Sagt Bürgerschaftspräsident Röder die Unwahrheit?

Hamburg. Einen Tag nach der Rückendeckung für den Hamburger Bürgerschaftspräsidenten Berndt Röder (CDU) durch den CDU-Fraktionsvorstand werden neue Details seines umstrittenen Einsatzes zur Eisräumung seiner Wohnstraße bekannt. Nach Informationen des Abendblatts soll Röder bei einem Telefonat mit dem zuständigen Bezirksamt Nord gesagt haben: "Ich habe nachmittags einen Termin, ich will hier weg!" Bislang hatte der CDU-Politiker betont, er habe keinen persönlichen Vorteil durch eine eisfreie Straße vor seiner Haustür erreichen wollen. Zu diesem Widerspruch wollte sich Röder gestern nicht äußern. "Der Präsident erklärt, dass er seine Fehler eingeräumt und sich dafür entschuldigt hat. Weiter möchte er sich nicht äußern", teilte die Bürgerschaftskanzlei mit.

Die Wohnstraße in Groß Borstel war nach mehreren Interventionen Röders beim Bezirksamt, der Innen- und der Umweltbehörde von der Stadtreinigung von Schnee und Eis geräumt worden.