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Die Krise der HSH Nordbank

Die HSH Nordbank gehört zu 85,5 Prozent den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein. Den Rest der Anteile halten der US-Investor J.C. Flowers und die schleswig-holsteinischen Sparkassen. Das 2003 aus den Landesbanken in Hamburg und Kiel hervorgegangene Institut galt jahrelang als Erfolgsstory, stieg zum größten Schiffsfinanzierer der Welt auf und führte bis 2007 Hunderte Millionen Dividende und Steuern an die Eigner ab. Doch die Bank war zu schnell und auf zu riskanten Feldern gewachsen. Im Zuge der Finanzkrise ging es daher steil bergab. Für 2008 vermeldete die HSH 2,8 Milliarden Euro Verlust. Hamburg und Schleswig-Holstein stellten 13 Milliarden Euro zur Rettung bereit. Untersuchungsausschüsse in Hamburg und Kiel versuchen das Desaster aufzuklären. Am Freitag muss Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher erneut aussagen. Zuvor äußert er sich im Abendblatt erstmals gegenüber Hamburger Medien zur Lage der Bank.