Stadtplanung Hamburg

Politik und Tourismusexperten pro Telemichel

Foto: Rauhe

Tourismus-Chef: "Von einer Neueröffnung der Gastronomie und der Aussichtsplattform würde die Hansestadt sicherlich profitieren."

Hamburg. Die Hamburger lieben ihren Fernsehturm, das zeigen auch die Reaktionen aus Politik und Tourismus auf den Abendblatt-Bericht über eine mögliche Wiederbelebung des Wahrzeichens: "Ein Fernsehturm ist immer eine Touristenattraktion. Von einer Neueröffnung der Gastronomie und der Aussichtsplattform würde die Hansestadt sicherlich profitieren", sagt Hamburg-Tourismus-Chef Dietrich von Albedyll.

Wie berichtet, ist die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) als Betreiberin des 278,50 Meter hohen Bauwerks gegenüber Investoren aufgeschlossen. Allerdings sind rund zehn Millionen Euro notwendig, um auf dem Turm wieder eine Gastronomie und Aussichtsplattform eröffnen zu können. Diese sind seit mehr als neun Jahren geschlossen. Von der Idee, den Hamburgern den Telemichel "zurückzugeben", ist auch SPD-Fraktionschef Michael Neumann angetan: "Jetzt heißt es Gas geben, damit dieses Wahrzeichen möglichst schnell wieder Besuchern offensteht." CDU-Tourismusexperte Andreas Wankum sagt: "Der Fernsehturm müsste zu einer Art Erlebniscenter umgebaut werden.

Die Location ist einmalig. Hier sind nun pfiffige Konzeptentwickler gefragt." Zustimmung kommt auch von Thomas Magold, Vorsitzender des Tourismusverbandes Hamburg: "Eine Wiederbelebung des Fernsehturms ist längst überfällig. Nun sind Investoren gefragt, die ein Erfolg versprechendes Konzept haben." Positive Signale kommen auch aus der Behörde für Kultur, Sport und Medien: "Natürlich wäre es eine Bereicherung für die Stadt, wenn der Telemichel wieder für alle Hamburger und ihre Gäste zugänglich wäre", sagt Sprecherin Susanne Frischling.