Ohne Telemichel gäbe es kein Fernsehen

"Ohne den Telemichel gäbe es in Hamburg kein Fernsehen, kein Radio und keine Handys. Viele wichtige Antennen wie beispielsweise von Mobilfunkanbietern sind auf dem Turm montiert", sagt Peter Kispohl, Sprecher der Betreiberfirma Deutsche Funkturm GmbH.

Auf dem stählernen Gittermast sind unter anderem auch Antennen für die Kabelprogramme und das neue DVB-T-Fernsehen montiert, das über kleine Zimmerantennen empfangen werden kann.

"Der Turm stellt in erster Linie trotz Glasfaserkabel und Satellitenstrecken eine wichtige Infrastruktur für die Hansestadt dar. Auch der Behördenfunk von der Polizei und dem Zoll läuft teilweise über seine Antennen", so Kispohl.

Ohne den Turm wären diese weitgehend lahmgelegt. Im Jahr 2004 wurden die meisten analogen Sender in Hamburg abgeschaltet und auf digitale Übertragung umgestellt. Dazu wurden am 25. September 2004 die drei knapp 30 Meter hohen und jeweils rund vier Tonnen schweren gekapselten Antennensegmente per Hubschrauber ausgetauscht. Der Turm ist seither fünf Zentimeter höher. Seit dem 1. März 2005 werden alle Fernsehprogramme im Raum Hamburg digital ausgestrahlt, die Analogsender wurden abgeschaltet. "Es können etwa 30 Kanäle empfangen werden", sagt Peter Kispohl. Heute zählt der Hamburger Fernsehturm zu den modernen Wahrzeichen der Stadt.