Ausgleich für Elbvertiefung

Hamburg gründet "Stiftung Lebensraum Elbe"

Foto: Roland Magunia

Die neue Umwelt-Stiftung soll für die Elbe unter anderem neue Flachwasserbereiche schaffen und Wattflächen erhalten und entwickeln.

Hamburg. Mehr Natur für die Elbe: Der Senat hat gestern die Gründung der "Stiftung Lebensraum Elbe" beschlossen. Bereits im Koalitionsvertrag hatten sich CDU und GAL darauf geeinigt - quasi als Ausgleichsmaßnahme für die geplante Elbvertiefung.

Die neue Umwelt-Stiftung soll für die Elbe neue Flachwasserbereiche schaffen, Wattflächen erhalten und entwickeln, alte Elbarme und Nebengewässer wieder an den Hauptstrom anbinden und Vorlandflächen sowie Ufer wieder naturnäher gestalten. Weiter soll die Elbe-typische Tier- und Pflanzenwelt im Deichvorland durch weniger oder sogar Aufgabe von Bewirtschaftung erhalten und verbessert werden.

In der Stiftung arbeiten Stadt, Hafen und Naturschutz zusammen, um den ökologischen Zustand der Elbe zu verbessern. Mit einer langfristig angelegten Strategie sollen Lebensräume für Tiere und Pflanzen an und in der Elbe erhalten, verbessert oder wiederhergestellt werden. Der Senat hatte am 22. September 2009 den Gesetzentwurf über die Stiftung Lebensraum beschlossen und ihn zur Anhörung von Handelskammer, Landwirtschaftskammer und anerkannten Naturschutzvereinen zu dem Gesetzentwurf freigegeben. Nun muss noch die Bürgerschaft zustimmen. Als Startkapital bekommt die Stiftung zehn Millionen Euro. Innerhalb der nächsten zehn Jahre fließen 7,5 Millionen Euro im Zusammenhang mit Umstrukturierungen im Hafen zu sowie jährlich vier Prozent des Hafengeldes und ein Prozent der Ausgaben für den Hochwasserschutz.