Hamburger Innenbehörde

Sparpläne: Innensenator Christoph Ahlhaus unter Druck

Weniger Polizisten, weniger Löschfahrzeuge: Die Kritik an den Sparplänen der Innenbehörde ist noch nicht verebbt - ganz im Gegenteil.

Hamburg. Den Vorschlag, die Hälfte der mehr als 200 Bürgernahen Beamten (wir berichteten) einzusparen, bezeichnete SPD-Innenexperte Andreas Dressel als "vollkommen absurd". Zumal Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) parallel die Wiederanschaffung einer prestigeträchtigen und kostspieligen Reiterstaffel plane. Der innenpolitische Sprecher der FDP, Daniel Barta, meint: "Herr Ahlhaus reitet die Sicherheit zu Tode."

Wie das Hamburger Abendblatt in der gestrigen Ausgabe berichtete, ist die Zahl der Polizeibeamten in den Kommissariaten seit dem Jahr 2006 um insgesamt 226 gesunken. Die Zahl der Präsenzstunden sank in den Gebieten der zusammengelegten Kommissariate in Barmbek, Harburg und Eimsbüttel um bis zu 50 Prozent. Innensenator Christoph Ahlhaus hatte zugesichert, die Zusammenlegungen würden nicht zulasten der Sicherheit gehen. Dressel warf Ahlhaus daraufhin Wortbruch vor.

Auch die Hamburger Feuerwehr wird es treffen: Hier gibt es Gedankenspiele, die Löschfahrzeuge aus Finkenwerder und der Wache Süderelbe zu einer neuen Großwache zusammenzuziehen. Dort ist schon jetzt nur noch je ein Löschfahrzeug im Einsatz.

Der SPD-Innenexperte Andreas Dressel hatte die neuen Personalstärke-Zahlen mit einer Senatsanfrage zutage gefördert. "Von der versprochenen Erhöhung der Polizeipräsenz ist nichts übrig geblieben. Vor allem dort, wo Kommissariate zusammengelegt wurden, ist sie zum Teil dramatisch zurückgegangen", kritisiert er.