Krawalle beim Schanzenfest

Verfahren wurden meist eingestellt

Fünf Tage vor dem zweiten Schanzenviertelfest sind noch immer drei Polizisten dienstunfähig, die während des ersten Festes im Juli verletzt worden waren.

60 Ermittlungen sind laut einer Senatsanfrage des SPD-Innenexperten Andreas Dressel noch bei der Staatsanwaltschaft anhängig. Die meisten Ermittlungen gegen mutmaßliche Gewalttäter sind jedoch eingestellt worden, da kein Täter überführt wurde. Zudem laufen zehn Verfahren gegen Polizisten, die sich während des Einsatzes vor zwei Monaten möglicherweise falsch verhalten haben - hier gab es erst eine Verfahrenseinstellung. Außerdem liegen neun Beschwerden gegen die Polizei vor. Obwohl sie angeblich "Unbeteiligte" waren, haben laut Senatsanfrage 16 Personen angegeben, durch Reizgas- und Wasserwerfereinsätze "beeinträchtigt" worden zu sein. Drei von ihnen behaupteten, von Polizisten während des Einsatzes umgerannt worden zu sein.