Trotz Staatshilfe

Chef der Hypo Real Estate erhält Bonus

Der Vorstandschef der Krisenbank Hypo Real Estate hat zu Jahresbeginn eine Sonderzahlung in Höhe von 500 000 Euro erhalten.

Die Zahlung an HRE-Chef Axel Wieandt sei als Ausgleich für den Verzicht auf seinen alten Dienstvertrag erfolgt, bestätigte ein Sprecher der Bank einen Bericht des "Stern". Der neue Vertrag war wegen der Verstaatlichung der Bank nötig geworden und beinhaltet unter anderem die damit gesetzlich vorgeschriebene Kürzung von Wieandts Jahresgehalt auf 500 000 Euro. "Bei der Vorstandvergütung hält sich die HRE an alle vom SoFFin und der Politik vorgegebenen Regelungen", rechtfertigte sich die Bank. Der neue Dienstvertrag gelte seit 1. April. "Dieser Vertrag unterscheidet sich in verschiedenen Punkten vom bisherigen und stellt Axel Wieandt schlechter", teilte die HRE mit. In dem Vertrag verzichtete Wiandt auch auf einen Teil seiner bei Amtsantritt vereinbarten Altersvorsorge. Für diesen Verzicht erhielt Wiandt den Bonus über eine halbe Million Euro, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht.