Prozess Hamburg

Justizsenator will wegen "20-Cent-Fall" Prozessordnung ändern

Verfahren war geplatzt, weil die zuständige Richterin wegen der isländischen Vulkanaschewolke in ihrem Urlaubsort festgesessen hatte.

Hamburg. Der Justizsenator Till Steffen (GAL) will sich für eine Änderung der Strafprozessordnung einsetzen. Ziel: Prozesse wie der gegen die "20-Cent-Mörder" sollen nicht mehr abgebrochen werden können. Das Verfahren gegen die beiden 17-Jährigen, die einen 44-Jährigen zu Tode geprügelt haben sollen, war geplatzt, weil die Richterin wegen der Vulkanaschewolke in ihrem Urlaubsort festgesessen hatte.

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Die mutmaßlichen Täter mussten aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Steffen sagte bei einem Interview mit Radio Hamburg nun, er wolle erreichen, das eine längere Unterbrechung eines Verfahren auch bei höherer Gewalt möglich werde.