Harburg
Frauenfußball

Vier Neue verstärken das Regionalliga-Team

Mit vier Neuzugängen starten die Frauen des VfL Jesteburg in die Regionalligasaison 2019/2020. Torwarttrainer Rolf Sievers (l.) und Trainerin Ina Heitmann (r.) begrüßen (weiter, von links) Tania Rocha Ferreira, Antonia Hör und Laura Daldorf. Es fehlt Emelie Rohmann.

Mit vier Neuzugängen starten die Frauen des VfL Jesteburg in die Regionalligasaison 2019/2020. Torwarttrainer Rolf Sievers (l.) und Trainerin Ina Heitmann (r.) begrüßen (weiter, von links) Tania Rocha Ferreira, Antonia Hör und Laura Daldorf. Es fehlt Emelie Rohmann.

Foto: Laura Jungblut / VfL Jesteburg

Fußballerinnen des VfL Jesteburg starten am Sonntag mit einem Auswärtsspiel bei der TSG Burg Gretesch in die neue Saison.

Jesteburg.  Mit vier Neuzugängen gehen die Fußballfrauen des VfL Jesteburg als ranghöchste Frauenmannschaft auf dem Landkreis Harburg in die neue Saison in der Frauen-Regionalliga Nord. Jeweils erst 17 Jahre alt sind Emelie Rohmann vom Hamburger SV und Antonia Hör vom Harburger TB. Bei anderen Vereinen in höheren Ligen haben sich die beiden 26 Jahre alten Laura Daldorf aus Wilhelmsburg und Tania Rocha Ferreira, die vom FSV Hessen Wetzlar nach Jesteburg gewechselt ist, bereits im Vorfeld bewährt.

Von den bisherigen Juniorinnen erwartet das Jesteburger Trainerteam Ina Heitmann, Laura Jungblut und Torwarttrainer Rolf Sievers, dass sie mit viel Elan frischen Schwung ins Team bringen und schnell Fuß fassen werden in der „dritten Liga“ des deutschen Frauenfußballs.

„Emme“ Rohmann, die von den B-Juniorinnen des Hamburger SV den Weg von der Elbe zu den Rüsselkäferinnen an die Seeve gefunden hat, spielte bis zur D-Jugend bei den Jungen der JSG Elbdeich/Laßrönne. Ab der C-Jugend agierte sie mit Zweitspielrecht beim Hamburger SV, als B-Juniorin zuletzt als Außenverteidigerin sogar in der Bundesliga. In ihren jungen Jahren hat Emelie Rohmann bereits viele Titel gesammelt, darunter die Hamburger Meisterschaft auf dem Feld und in der Halle (Futsal) und zweimal war sie Hamburger Pokalsiegerin. Beim VfL Jesteburg will sie ihren hohen schulischen Aufwand mit dem Wunsch, höherklassig Fußball zu spielen, unter einen Hut bekommen.

Antonia „Toni“ Hör ist gelernte Torhüterin, hat mit den B-Juniorinnen des Harburger TB zuletzt in der Oberliga Hamburg gespielt und gehörte dem Mädchenteam an, das in der vorigen Saison sensationell den Aufstieg in die B-Juniorinnen-Bundesliga geschafft hat – und das jetzt ohne ihre bisherige Stammtorhüterin auskommen muss.

Neben dem Aufstieg in die Bundesliga kann Antonia Hör trotz ihrer Jugend ebenfalls schon einige schöne Erfolge vorweisen, wie etwa die Norddeutsche Futsalmeisterschaft und den anschließenden Platz sieben bei den deutschen Futsalmeisterschaften der B-Juniorinnen. Auch sie hat einst bei den Jungen in Bezirks- und Oberliga mitgespielt.

In zwei Testspielen gegen die Regionalligafrauen aus Jesteburg sind Verein und Spielerinnen dann aufeinander aufmerksam geworden. Nach einigen Probetrainings hat jetzt der Vereinswechsel stattgefunden und „Toni“ Hör verstärkt jetzt das Jesteburger Damenteam als zweite Torhüterin neben Laura Jungblut.

Laura Daldorf suchte neue sportliche Herausforderung

Nichts mehr beweisen müssen Laura Daldorf und Tania Rocha Ferreira. Laura Daldorf, genannt „Paula“, deren Stammvereine der ESV Einigkeit Wilhelmsburg und der SV Wilhelmsburg sind. Auf der Elbinsel hat sie von der Kreis- bis zur Oberliga in fast allen Spielklassen gekickt und einmal sogar den Pokal des Hamburger Fußball-Verbands (Oddsetpokal) gewonnen. Auch die Aufstiege in die Landes- und die Oberliga zählen zu ihren größten Erfolgen. Die 26-Jährige verstärkt den VfL Jesteburg neben Annalena Otto und Denise Meinberg in der Innenverteidigung. Beim VfL Jesteburg möchte sie eine neue Herausforderung angehen und neue Erfahrungen sammeln.

Tania Rocha Ferreira hat in ihrer bisherigen Karriere als Fußballerin schon mit einigen Mannschaften hochklassig gespielt, darunter der Hamburger SV und von 2012 bis 2014 der TSV Eintracht Immenbeck. Ihr größter sportlicher Erfolg war der Aufstieg in die 2. Bundesliga mit dem FSV Hessen Wetzlar. Anschließend verbrachte sie ein Jahr in Spanien. Nach ihrer Rückkehr spielte Tania zuletzt allerdings ein Jahr lang unterklassig bei der SF BG Marburg in der Hessenliga und möchte nun wieder „oben“ angreifen. „Unser neuer ,Speedy’ auf der Außenbahn ist nicht nur superschnell, sondern auch torgefährlich“, sagt Laura Jungblut.

Tania Rocha Ferreira ist nach Hamburg gezogen und trifft bei den Rüsselkäferinnen auf einige bekannte Gesichter aus ihrer Zeit in Immenbeck und beim HSV. Wie torgefährlich sie ist, hat die so laufstarke Außenspielerin bereits mit ihren zwei Treffern beim 5:1 im Erstrundenspiel um den Niedersachsenpokal beim Landesligisten SC Hemmingen-Westerfeld bewiesen.

In der Liga geht es für die „Rüsselkäferinnen“ los am Sonntag, 18. August, um 13 Uhr mit einem Auswärtsspiel bei der TSG Burg Gretesch. Vorige Saison landeten beide Vereine in der Regionalliga Nord mit jeweils 29 Punkten auf den Tabellenplätzen sieben (Jesteburg) und acht.