Harburg

Die „Transit“ soll bald den Binnenhafen verlassen

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Das Wohnschiff "Transit" im Harburger Binnenhafen.

Das Wohnschiff "Transit" im Harburger Binnenhafen.

Foto: Angelika Hillmer / HA

Ehemaliges Wohnschiff kann nur bei Hochwasser Schleuse passieren. Ein Termin steht, aber auch das Wetter muss mitspielen.

Harburg.  Der Fahrweg zur Harburger Hafenschleuse ist geräumt, dem Abtransport des ehemaligen Flüchtlingswohnschiffs „Transit“ steht prinzipiell nichts mehr im Wege. Jetzt müssen nur noch die Gezeiten und das Wetter mitspielen, dann kann das 110 Meter lange, antriebslose Schiff nach mehr als fünf Jahren den Binnenhafen verlassen.

Seit Mitte Dezember ist die „Transit“ abfahrbereit. Kurz vor Weihnachten haben die Dauerlieger an der Kaikante am Treidelweg ihren Platz für das anstehende Schleppmanöver geräumt. Doch damit der Schleppverband die Schleuse passieren kann, müssen beide Tore geöffnet werden. Das geht nur am Scheitelpunkt des Hochwassers, wenn die Elbe nahezu strömungsfrei ist. Zudem haben die Lotsen gefordert, dass das Manöver bei Tageslicht durchzuführen ist. Und davon mangelt es bekanntlich im Winter. Derzeit liegen beide Hochwasser­zeiten in der Dunkelheit.

Am 3. Januar öffnet sich für wenige Tage ein Zeitfenster

Am 3. Januar öffnet sich ein Zeitfenster bis zum 9. Januar – an diesen Tagen tritt jeweils ein Hochwasser zwischen zehn und 16 Uhr ein. Geplant ist, die Aktion am 6. Januar durchzuführen. Zu dem Zeitpunkt darf der Wind höchstens mit Stärke drei wehen, da das mehrstöckige Schiff sehr windanfällig ist.

Auf die Süderelbe sollen Seeschlepper die „Transit“ in Empfang nehmen und idealerweise in einem Zug über die Nordsee bis nach Rotterdam bugsieren. Regie führt dabei der Schiffsmakler Sartori & Berger, ein Traditionsunter­nehmen mit Hauptsitz in Kiel.

Aber auch auf der Nordsee muss es für den Transport relativ windstill sein (maximal Windstärke vier). Bei stürmischem Wetter muss das ausgediente Wohnschiff in der Elbe einen Zwischenstopp einlegen. Sollte dies im Hamburger Hafen geschehen, so würde die Hafenverwaltung HPA der „Transit“ einen Liegeplatz zuweisen.

( hi )

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