Harburg
Lotsekanal

Wohnschiff „Transit“ wird abfahrbereit gemacht

Die vier schiffshohen Dalben außen an der „Transit“ sorgen für sichere Lage im Lotsekanal.

Die vier schiffshohen Dalben außen an der „Transit“ sorgen für sichere Lage im Lotsekanal.

Foto: Angelika Hillmer / HA

Hafenverwaltung entfernt die vier Dalben, die das Wohnschiff im Lotsekanal sichern. Die Bedingung für den Abtransport.

Harburg.  Fast fünf Jahre lang diente das Wohnschiff „Transit“ im Harburger Binnenhafen als Flüchtlings- und Obdachlosenunterkunft, nun wird es abfahrbereit gemacht: Am 11./12. Dezember sollen die vier Dalben gezogen werden, die den antriebslosen Leichter derzeit noch im Lotsekanal sichern. Am ersten Oktober hatte die städtische Einrichtung „fördern & wohnen“ (f & w) die Flüchtlingsunterkunft außer Betrieb genommen und leer geräumt.

Der Eigner will sein Wohnschiff mit seinen 110 Doppel- und vier Einzelkabinen sowie Aufenthaltsräumen wohl zurück nach Rotterdam schleppen lassen. Damit dies geschehen kann, müssen zunächst die Dalben auf der Wasserseite entfernt werden. Die schwimmende, sehr windanfällige Unterkunft wird dann von Land aus zusätzlich gesichert, damit sie weiterhin gefahrlos am Kai des Kanalplatzes liegen kann. Denn noch ist unklar, wann die „Transit“ den Binnenhafen endgültig verlassen wird.

Vertrag endet zum Jahreswechsel

Der Chartervertrag, den f & w im Dezember 2014 mit dem Eigner abgeschlossen hat, endet zum Jahreswechsel. Dann wird der Bezirk die Kaikante an den Verein Museumshafen Harburg übergeben. Alle Beteiligten setzen darauf, dass die „Transit“ bis zu diesem Zeitpunkt abgelegt haben wird. Ansonsten kann der Museumshafen die Höhe der Liegegebühren festsetzen und die Gebühren kassieren.

Nur mit Schlepperhilfe kann sich die „Transit“ bewegen. Aufgrund ihrer Größe werden die gegenüber am Lotsekai liegenden Museumsschiffe verholt werden müssen, damit die Schlepper genügend Platz zum Manövrieren haben. Da der Verband der Länge nach nicht in die Hafenschleuse passt, muss der Wasserstand der Elbe beim Verlassen des Binnenhafens gerade so hoch sein wie die Hafengewässer, um beide Schleusentore gleichzeitig öffnen zu können.

An Stelle der „Transit“ werden zukünftig Traditionsschiffe am Kanalplatz festmachen.