Harburg
Maschen

Land sucht neuen Standort für die Autobahnpolizei

Ein Sicherungsfahrzeug der Autobahnpolizei im Landkreis Harburg.

Ein Sicherungsfahrzeug der Autobahnpolizei im Landkreis Harburg.

Foto: HA

Kommissariat der Autobahnpolizei soll in die Nähe des Maschener Kreuzes ziehen. Polizisten arbeiten zurzeit in Winsen.

Maschen/Winsen.  Die Autobahnpolizei für den Landkreis Harburg soll künftig an einem strategisch günstigeren Standort untergebracht sein. Das Land Niedersachsen sucht derzeit nach einer geeigneten Fläche rund um das Maschener Kreuz. Bisher starten die Polizei­beamte von Winsen aus zu ihren Einsatzfahrten. Dort ist das Autobahn­polizeikommissariat in einem Gebäude mit rund 900 Quadratmetern Nutzfläche untergebracht.

Gesucht wird nun ein Standort mit einem Gebäude zur Anmietung. Für die Polizeidienststelle der Autobahnpolizei sei eine Büro- und Nutzfläche von etwa 830 Quadratmeter erforderlich, heißt es in der Anzeige des Landesliegenschaftsfonds Lüneburg, der zum niedersächsischen Landesamts für Bau- und Liegenschaften zählt. Außerdem müsse Platz für zehn Stellplätze sowie Garagen für die Polizeifahrzeuge sein.

Neuer Standort soll direkt an Autobahn-Anschlussstelle liegen

Ausdrücklich gewünscht ist ein Standort „in unmittelbarer Nähe einer Autobahn-Anschlussstelle“, und zwar im Bereich des Maschener Kreuzes, wo die A 1, die A 7 und die A 39 zusammen­geführt werden. Ein Standort in diesem Bereich hätte den Vorteil, dass die Mitarbeiter kürzerer Anfahrtswege zu ihren Einsätzen an den Autobahnen hätten, sagt Mareike Kowalewski, Sprecherin der für die Autobahnpolizei zuständigen Polizeidirektion Lüneburg.

Bisher handele es sich lediglich um eine Markterkundung für eine möglichen Umzug, betont Kowalewski. „Dieser Verfahrensschritt bedeutet nicht zwangsläufig, dass es zu einer räumlichen Veränderung für das Polizeikommissariat der Autobahnpolizei Winsen/Luhe kommt.“ Es sei vielmehr ein weiterer Schritt, um verlässlich bewerten zu können, ob eine Standortveränderung machbar sei. Konkret geplant sei ein Umzug derzeit nicht.

Fläche am Kommissariat in Maschen könnte geeignet sein

Mehrere Grundstückseigentümer hätten jedoch bereits Interesse bekundet, ein Gebäude für die Autobahnpolizei zu vermieten. Diese Bekundungen würden nun bewertet und gegebenenfalls weiterverfolgt. Auch die Fläche neben dem neuen Polizeikommissariat in Maschen könne dafür grundsätzlich infrage kommen, so die Sprecherin. „Die mögliche Entscheidung hängt jedoch, wie bei anderen Flächen auch, von diversen zu erfüllenden Prüfkriterien ab.“

Erst im März dieses Jahres war das Polizeikommissariat Seevetal von einem zu klein gewordenen Altbau in Hittfeld in den Neubau nach Maschen gezogen. Das Gebäude an der Hamburger Straße hat der Seevetaler Bauunternehmer Günter Effinger gebaut. Das Land Niedersachsen hat es für einen Zeitraum von 20 Jahren gemietet.

Die umliegenden Grundstücke, das sogenannte Sonnenblumenfeld, sind bauplanungsrechtlich ein Gewerbe­gebiet. Die Infrastruktur ist jedoch nicht ausreichend, um den zusätzlichen Verkehr zu bewältigen, den beispielsweise ein Einzelhandels- oder Logistikunternehmen mit sich bringen würden.

Standortsuche für Polizeikommissariat Seevetal dauerte Jahre

Die Suche nach einem passenden Standort und die Planungen für den Neubau hatten sich über Jahre hin­gezogen. Bereits Ende 2013 hatte die Oberfinanzdirektion Hannover in einer öffentlichen Anzeige nach einem neuen Standort für das Kommissariat gesucht – zunächst ab Juni 2015. Knapp vier Jahre später gelang der Umzug nach Maschen. Der leerstehende Altbau in Hittfeld wird abgerissen. Auf dem Grundstück sollen voraussichtlich mehrstöckige Wohn­häuser entstehen.

Bei der Gemeinde Seevetal steht man einem möglichen Standort der Autobahnpolizei im Gemeindegebiet positiv gegenüber. Man habe natürlich grundsätzlich Interesse daran, dass das Kommissariat dorthin ziehe, sagt Sprecher Andreas Schmidt. Es gebe jedoch keine eigenen Grundstücke, die die Gemeinde dafür anbieten könne.

Im Autobahnpolizeikommissariat Winsen/Luhe ist zurzeit eine mittlere zweistellige Zahl von Mitarbeitern tätig. Es war im Jahr 2010 auf das Gelände gezogen, auf dem auch das Polizeikommissariat Winsen seinen Sitz hat. Am vorherigen Standort in Thieshope war das Gebäude baufällig geworden. Nun ist wieder eine größere Nähe zum Autobahnkreuz gewünscht.

Die Autobahnpolizei Winsen ist für das gesamte Autobahnnetz im Landkreis Harburg zuständig. Hierzu zählen die Autobahn 1, die Autobahn 7, die Autobahn 39 und die Autobahn 261. In ihrem Bereich liegen somit auch die Verkehrsknotenpunkten Buchholzer Dreieck und Maschener Kreuz.