Harburg
Teurer 70er Jahre-Bau

Buxtehude: Sparkasse plant Neubau

Das Gebäude der Sparkasse Harburg-Buxtehude an der Buxtehuder Bahnhofstraße soll durch einen Neubau ersetzt werden.

Das Gebäude der Sparkasse Harburg-Buxtehude an der Buxtehuder Bahnhofstraße soll durch einen Neubau ersetzt werden.

Foto: Axel Tiedemann / HA

Das Gebäude an der Bahnhofstraße entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen an Energie und Raumeffizienz.

Buxtehude.  Der wuchtige Betonbau wurde erst in den 1970er Jahren in die Buxtehuder Bahnhofstraße gebaut; zu einer Zeit, als viele solcher modernen Gebäude ihrer Zeit dort die alten Villen verdrängten. Doch nun steht die frühere Hauptstelle der ehemaligen Stadtsparkasse Buxtehude selbst vor dem Abriss. Das im Jahr 2000 zur Sparkasse Harburg-Buxtehude fusionierte Kreditinstitut plant an dem Standort einen Neubau. Entsprechende Gerüchte hatte es schon länger gegeben, nun ist der Beschluss offensichtlich gefallen.

Baubeginn schon im kommenden Jahr

Baubeginn für ein neues Haus könnte bereits 2020 sein, bestätigte ein Sparkassensprecher dem Abendblatt. In einem Gebäude gegenüber an der Bahnhofstraße seien bereits Räume angemietet worden, wo nach einem Abriss die Buxtehuder Hauptfiliale mit ihren rund 30 Mitarbeitern samt der Technik während der etwa zweijährigen Bauzeit untergebracht sein wird. Der Standort selbst stehe nicht zur Disposition, versicherte der Sprecher. Das gleiche gelte auch für den kleinen Sparkassen-Standort in Altkloster, auch der bleibe weiter erhalten.

Technik und Dämmung sind veraltet

Grund für den geplanten Abriss sei der mangelnde, energetische Zustand des alten Gebäudes. Mit anderen Worten: Technik und Dämmung entsprechen nicht mehr den Anforderungen der Zeit, der Betrieb des Hauses dürfte reichlich Energiekosten verschlingen. Zudem sei das Gebäude inzwischen zu groß für seine Funktion, weil viele Bereiche innerhalb der vergangenen 20 Jahre in Harburg zusammengefasst worden sind. Tatsächlich wird der Besucher des Gebäudes im Inneren von einer sehr großzügigen, offenen Hallen-Atmosphäre überrascht. Aber im oberen Bereich stehen einige Büros leer.

Allerdings soll dort offenbar nun kein kleinerer Komplex entstehen: Die Sparkasse plant jetzt einen Neubau, der sich an dem Sparkassen-Umbau in Buchholz orientieren soll: Dort sieht ein Raumkonzept eine klare Abgrenzung zwischen einem vorderen Servicebereich und einem hinteren Beratungsbereich vor. Entstanden sei so eine der „modernsten Sparkassenfilialen in Deutschland“, hieß bei der Eröffnung.

Auch Wohnungen sollen gebaut werden

Allerdings geht die Planung für Buxtehude noch weiter: Im oberen Bereich des Neubaus soll es auch Wohnungen geben. Wieviel dort in zentraler Lage entstehen könnten, sei aber noch offen. Auch einen konkreten Architekturentwurf gebe es noch nicht. Nähere Informationen zu dem geplanten Bauvorhaben wird ein Vertreter nun am kommenden Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss des Stadtrates vorstellen (Sitzungssaal, Stadthaus, 19 Uhr).

Und dazu hat die Linke auch gleich einen Antrag eingebracht und fordert, dass die Stadt selbst dort Wohnungen besitzen müsse, um günstigen Wohnraum anbieten zu können. Ganz abwegig ist der Gedanke nicht: Die Stadt ist neben dem Landkreis Harburg auch Träger der Sparkasse, die eine sogenannte Anstalt öffentlichen Rechts ist.