Harburg
Buchholz

Schließfach-Coup: Bank will Kunden schnell entschädigen

Die Polizei vermutet, dass es sich bei dieser Männern um drei der Täter handelt.

Die Polizei vermutet, dass es sich bei dieser Männern um drei der Täter handelt.

Foto: Polizeidirektion Lüneburg / HA

Sparkasse Harburg-Buxtehude hat den Millionenschaden weitgehend ermittelt. Jetzt geht es an die Regulierung.

Buchholz.  Nachdem unbekannte Täter zahlreiche Schließfächer in der Filiale der Sparkasse Harburg-Buxtehude in Buchholz leer geräumt hatten, hat das Kreditinstitut die Schadensaufnahme weitgehend abgeschlossen. Die Regulierung beginnt in den nächsten Tagen. Die Sparkasse teilte nun mit, dass die ersten Kunden bald damit rechnen können, dass ihr Schaden reguliert wird.

Noch immer ist der Tathergang nicht genau bekannt

Wie berichtet, hatten sich mehrere Täter am Abend des 5. Juli sowie im Verlauf des 6. Juli Zugang zur elektronischen Schließfachanlage in Buchholz verschafft. 80 Schließfächer von Kunden der Sparkasse Harburg-Buxtehude wurden geöffnet und leer geräumt. Nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Harburg-Buxtehude, Andreas Sommer, hatten es die Täter gezielt auf Wertgegenstände abgesehen, Dokumente seien nahezu komplett zurückgelassen worden.

Am gleichen Wochenende wurden an zwei Standorten der Sparkasse Hannover ebenfalls Schließfächer ausgeraubt. „Diese Parallelität lässt einen Zusammenhang der beiden Taten vermuten und deutet auf organisierte Kriminalität hin“, so Sommer. Die Ermittlungen der Polizei dauern weiter an, nach wie vor ist der Tathergang nicht vollständig aufgeklärt.

„Wir wollen schnell und unbürokratisch regulieren“

Bereits parallel zu den Ermittlungen der Polizei hatte die Sparkasse Harburg-Buxtehude gemeinsam mit den Kunden mit der Schadensaufnahme begonnen. „Die umfangreichen polizeilichen Ermittlungen brauchen ihre Zeit. Doch das soll nicht zu Lasten der Kunden gehen. Unser Ziel war und ist die Regulierung der belegten Schäden – und das so schnell und unbürokratisch wie möglich“, sagt Andreas Sommer.

Teams aus verschiedenen Fachabteilungen

Zu diesem Zweck hat die Sparkasse eigens ein Team aus verschiedenen Fachabteilungen installiert, das sich mit der Bearbeitung der Schadenfälle befasst. „Gemeinsam mit den betroffenen Kunden erfolgte zunächst eine Bestandsaufnahme, in der aktuellen Phase werden zur exakten Wertermittlung Belege gesammelt und auf Vollständigkeit sowie Plausibilität geprüft“, erläutert Sommer das Vorgehen. Dank der konstruktiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit nahezu allen Kunden sei es gelungen, die Schadensaufnahme zügig und in hoher Qualität abzuwickeln.

„Bei einigen Vorgängen müssen noch Belege nachgereicht werden oder die Wertermittlung gestaltet sich komplizierter. Wir freuen uns, dass sich nahezu alle Kunden sehr kooperationsbereit zeigen“, sagt Sommer.

Kunden werden angeschrieben

Bei den ersten Fällen geht die Sparkasse ab der kommenden Woche schon in die Schadensregulierung über. Die betroffenen Kunden werden von der Sparkasse kontaktiert, um mit den ihnen vertrauten Ansprechpartnern die nächsten Schritte zu besprechen. „Ich bin erleichtert, dass wir den ersten Kunden schon in Kürze eine Entschädigung zukommen lassen können. Und ich möchte betonen, dass unser Interesse an einer schnellen Regulierung für alle Kunden gleichermaßen gilt“, bekräftigt Sommer.