Harburg
CO2-Bilanz

Volksinitiative will Hamburgs schnellen Kohle-Ausstieg

Das Vattenfall-Kraftwerk in Hamburg-Moorburg

Das Vattenfall-Kraftwerk in Hamburg-Moorburg

Foto: picture alliance

Ziel: Von 2025 an keine Wärme, ab 2030 kein Strom mehr aus Kohle. Was das für die Hamburger Kraftwerke bedeutet.

Hamburg. „Tschüss Kohle“ – unter diesem Namen hat sich ein Hamburger Bündnis gegründet, das in der kommenden Woche eine Volksinitiative für den Kohle-Ausstieg starten will. Die Initiative solle am 21. Februar offiziell in der Senatskanzlei angemeldet werden, kündigten die Initiatoren am Freitag an.

„Wir wollen erreichen, dass in Hamburg ab 2025 keine Wärme und ab 2030 auch kein Strom mehr aus Kohle produziert werden“, heißt es auf der Homepage des Bündnisses. Und weiter: „Die Verbrennung von Kohle trägt massiv zum CO2-Ausstoß bei. Derzeit werden in Hamburg noch 60 Prozent der Fernwärme und 85 Prozent des in Hamburg produzierten Stroms in den Steinkohlekraftwerken Wedel, Tiefstack und Moorburg erzeugt.“ Sollte die Initiative ihr Ziel erreichen, würde das das Aus für alle Kohlekraftwerke in Hamburg bedeuten. Wedel wird ohnehin abgeschaltet.

Kirchen-Mitglieder unterstützen Kohle-Ausstieg

Zu den Unterstützer-Organisationen des Bündnisses gehören unter anderem das Zentrum für Mission und Ökumene in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland und der Zukunftsrat Hamburg. „Tschüss Kohle ist meine Herzensangelegenheit“, sagt Wiebke Hansen, Sprecherin des Bündnisses. Sie war schon bei der Initiative „Unser Hamburg, unser Netz“ aktiv, die 2013 die Rekommunalisierung der Energienetze per Volksentscheid durchgesetzt hatte.