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Hamburg

Betrunkener Einbrecher tappt durch den Schnee

Selbst für Menschen ohne Polizei-Ausbildung problemfrei zu verfolgen: Spuren im Schnee (Symbolbild)

Selbst für Menschen ohne Polizei-Ausbildung problemfrei zu verfolgen: Spuren im Schnee (Symbolbild)

Foto: picture alliance

Die Spuren des 39-Jährigen zu verfolgen, war für die Polizei nicht schwer. Sie fanden den Mann schlafend in einem Schuppen.

Hamburg. Es gibt Einbrüche, die kann die Polizei nur schwer oder gleich gar nicht aufklären. Und es gibt Einbrüche wie den, den ein 39-Jähriger in der Nacht zu Freitag verübte.

Eine 75-Jährige hörte am späten Abend in ihrem Haus in Eißendorf ein lauten Knall, weckte ihren Mann und begab sich auf die Suche nach der Ursache für den Lärm zu nachtschlafender Uhrzeit. Im Wohnzimmer fand das Ehepaar eine eingeschlagene Terrassentür vor und alarmierte die Polizei. Dein eingetroffenen Beamten fanden im Schnee auf der Terrasse Fußspuren, die zum Nachbargrundstück führten. Auch dort fanden sie eine eingeschlagene Scheibe an der Terrasse vor – zudem war das Haus offenbar durchsucht worden.

Schlafend, betrunken und mit gestohlenem Schmuck

Doch das war noch nicht das Ende der Schnitzeljagd durch den Schnee: Die Spuren führten von dort aus weiter zum nächsten Grundstück und endeten an einem Schuppen. In diesem trafen die Beamten auf einen schlafenden Mann. Der ohnehin recht ausgeprägte Verdacht, dass es sich bei ihm um den gesuchten Einbrecher handeln könnte, wurde durch Einbruchswerkzeug, Schmuck und weiteres mutmaßliches Diebesgut erhärtet, dass die Polizisten bei dem 39-Jährigen "Meistereinbrecher" fanden. Das spontane Schlafbedürfnis mag darauf zurückzuführen gewesen sein, dass der Mann auch noch betrunken war.

Er wurde festgenommen und dem Haftrichter zugeführt. Einziger möglicher Trost für ihn: Er ist nicht der erste Einbrecher, dem der Schnee einen Strich durch seine kriminelle Rechnung macht. Erst in der Nacht zu Mittwoch sind zwei ähnlich schlau vorgehende Männer von der Kieler Polizei festgenommen worden.